Pm Indikation: Herzschrittmacher als Lösung

Pm Indikation: Herzschrittmacher als Lösung

14.01.2026

PD Dr. med. Witold Polanski

Pm Indikation ist eine medizinische Abkürzung, die für „Schrittmacher Indikation“ steht und beschreibt, wann ein Herzschrittmacher medizinisch notwendig ist.

Bedeutung und Verwendung der Abkürzung

Die Buchstaben „Pm“ werden im medizinischen Alltag häufig als Kurzform für „Pacemaker“ verwendet, das englische Wort für Herzschrittmacher. Die „Indikation“ bezeichnet in der Medizin immer den Grund oder die Notwendigkeit für eine bestimmte Behandlung oder Maßnahme. In Kombination steht „Pm Indikation“ also für den Anlass, aus dem ein Herzschrittmacher eingesetzt werden sollte. Diese Formulierung taucht oft in Arztbriefen, Befunden oder OP-Berichten auf, wenn es darum geht, ob und warum eine Schrittmachertherapie für eine Person in Frage kommt.

Manchmal ist auch von „PM-Indikation“ oder „Schrittmacherindikation“ die Rede. Gemeint ist immer die medizinische Begründung für den Einsatz eines Herzschrittmachers.

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Wann besteht eine Schrittmacher Indikation?

Ein Herzschrittmacher wird dann empfohlen, wenn das Herz zu langsam schlägt oder Pausen macht, die gefährlich werden können. Die häufigsten Gründe sind sogenannte Bradykardien, also verlangsamte Herzrhythmen, oder bestimmte Blockaden im Reizleitungssystem des Herzens. In solchen Fällen kann der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden, was zu Schwindel, Ohnmacht oder sogar lebensbedrohlichen Situationen führen kann.

Es gibt klare medizinische Leitlinien, wann ein Schrittmacher sinnvoll ist. Dazu zählen unter anderem:

  • Anhaltende langsame Herzrhythmen (Bradykardie), die Beschwerden verursachen

  • Herzblockierungen wie der sogenannte AV-Block, bei dem die elektrische Übertragung im Herzen gestört ist

  • Sick-Sinus-Syndrom, eine Erkrankung des natürlichen Taktgebers des Herzens

  • Wiederholte Ohnmachtsanfälle (Synkopen) durch nachgewiesene Pausen im Herzschlag

In vielen Fällen wird vor der Entscheidung für einen Schrittmacher eine genaue Diagnostik durchgeführt, zum Beispiel mit einem Langzeit EKG oder einem sogenannten Event Recorder. Ziel ist, die Ursache der Beschwerden eindeutig zu erkennen und andere Gründe auszuschließen.

Mehr zu den Indikationen in der Medizin findest du hier.

Was bedeutet das für Betroffene?

Die Feststellung einer Pm Indikation heißt, dass eine Schrittmachertherapie medizinisch sinnvoll oder sogar notwendig ist. Das bedeutet nicht automatisch, dass sofort ein Eingriff erfolgen muss. Häufig wird zunächst abgewogen, wie stark die Beschwerden ausgeprägt sind und ob andere Lösungen möglich sind. Erst wenn klar ist, dass das Herz ohne Unterstützung nicht mehr zuverlässig arbeitet, empfehlen Ärztinnen und Ärzte den Einsatz eines Herzschrittmachers.

Für viele Menschen ist der Gedanke an einen Schrittmacher zunächst beängstigend. Es stellen sich Fragen wie: Ist das wirklich nötig? Wie läuft der Eingriff ab? Wie sieht das Leben mit einem Schrittmacher später aus? Wichtig zu wissen ist: Ein Schrittmacher kann die Lebensqualität erheblich verbessern und schützt vor gefährlichen Herzstillständen oder Ohnmachtsanfällen.

Weitere Informationen zum Schrittmacher und wie er funktioniert, findest du hier.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Entscheidung, ob eine Pm Indikation vorliegt, basiert auf einer sorgfältigen Untersuchung. Typischerweise beginnt alles mit einem ausführlichen Gespräch über die Beschwerden. Anschließend folgen Herzuntersuchungen wie EKG, Langzeit EKG oder spezielle Belastungstests. In manchen Fällen ist ein sogenannter Event Recorder notwendig, ein kleines Gerät, das den Herzrhythmus über einen längeren Zeitraum aufzeichnet. Damit lassen sich auch seltene Störungen erkennen, die im normalen EKG vielleicht nicht auffallen.

Wenn die Ergebnisse eindeutig zeigen, dass das Herz zu langsam schlägt oder gefährliche Pausen macht, wird die Schrittmacher Indikation gestellt. Die Entscheidung trifft immer eine Ärztin oder ein Arzt, meist in Absprache mit einem Kardiologen.

Was passiert nach der Feststellung?

Liegt eine Pm Indikation vor, wird gemeinsam besprochen, wie es weitergeht. In den meisten Fällen bedeutet das, dass ein Herzschrittmacher eingesetzt werden sollte. Der Eingriff ist heutzutage ein Routineverfahren und dauert in der Regel weniger als eine Stunde. Nach einer kurzen Erholungszeit im Krankenhaus kann der Alltag meist schnell wieder aufgenommen werden. Die meisten Menschen spüren den Schrittmacher im Alltag kaum und können ihre gewohnten Aktivitäten weiterführen.

Bei Unsicherheiten oder Ängsten hilft es, alle Fragen offen mit dem behandelnden Team zu besprechen. Viele Kliniken bieten auch Informationsveranstaltungen oder Gespräche mit anderen Betroffenen an.

Gibt es verschiedene Bedeutungen?

Die Abkürzung „Pm“ kann in seltenen Fällen auch für andere Begriffe stehen, etwa „post mortem“ (nach dem Tod) oder „Pulmonalstenose“ (eine Herzklappenerkrankung). In Zusammenhang mit der Indikation ist jedoch fast immer der Herzschrittmacher gemeint. Entscheidend ist immer der Zusammenhang, in dem die Abkürzung im Arztbrief oder Bericht auftaucht.

Abkürzungen wie „Pm Indikation“ sollten daher immer im Kontext gelesen werden. Bei Unsicherheiten lohnt sich eine Rückfrage beim behandelnden Team.

Zusammengefasst

Pm Indikation beschreibt den medizinischen Grund für den Einsatz eines Herzschrittmachers. Sie wird gestellt, wenn das Herz zu langsam schlägt oder gefährlich lange Pausen macht. Die Entscheidung basiert auf genauen Untersuchungen und wird immer individuell getroffen. Wer einen solchen Hinweis im Befund liest, kann sich darauf verlassen, dass alle Möglichkeiten sorgfältig abgewogen wurden und die Schrittmachertherapie die beste Lösung für mehr Sicherheit und Lebensqualität ist.

BITTE BEACHTEN

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und kann nicht das persönliche Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt ersetzen. Für eine individuelle Diagnose, Therapieempfehlung und Behandlung konsultieren Sie bitte immer medizinisches Fachpersonal.

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