CTI Ablation ist ein medizinisches Verfahren, bei dem gezielt Gewebe im Bereich der sogenannten cavotricuspidalen Isthmuslinie im Herzen verödet wird, um bestimmte Herzrhythmusstörungen zu behandeln.
Was steckt hinter dem Begriff?
Die Abkürzung „CTI“ steht für „cavotricuspidaler Isthmus“. Das ist eine schmale Gewebebrücke im rechten Vorhof des Herzens, gelegen zwischen der unteren Hohlvene und der Trikuspidalklappe. Die Ablation beschreibt ein Verfahren, bei dem Herzgewebe mithilfe von Hitze oder Kälte gezielt zerstört wird. Ziel ist es, elektrische Leitungsbahnen zu unterbrechen, die für Herzrhythmusstörungen verantwortlich sind.
Wenn im Arztbrief oder Befund von einer CTI Ablation die Rede ist, meint das eine gezielte Behandlung gegen sogenannte Vorhofflattern. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form der Herzrhythmusstörung, bei der das Herz ungewöhnlich schnell und regelmäßig schlägt.
Wann kommt diese Behandlung zum Einsatz?
Eine CTI Ablation wird fast ausschließlich bei typischem Vorhofflattern durchgeführt. Diese Rhythmusstörung entsteht, wenn elektrische Impulse im rechten Vorhof des Herzens kreisen und dadurch das Herz aus dem Takt bringen. Viele Betroffene spüren Herzrasen, Unruhe, Kurzatmigkeit oder ein unangenehmes Klopfen in der Brust. Teilweise treten auch Schwindel und Schwäche auf. Der Zustand selbst ist meist nicht lebensbedrohlich, kann aber sehr belastend sein und das Risiko für weitere Komplikationen wie einen Schlaganfall erhöhen.
Die Diagnose wird durch ein EKG gestellt. Häufig werden noch weitere Untersuchungen wie ein Herzultraschall oder ein Langzeit-EKG durchgeführt, um die genaue Ursache zu finden und andere Herzprobleme auszuschließen.
Wie läuft die CTI Ablation ab?
Das Verfahren findet in der Regel in einem spezialisierten Herzkatheterlabor statt. Über eine Vene in der Leiste wird ein dünner Katheter bis zum Herzen vorgeschoben. Über diesen Katheter wird entweder Wärme (Radiofrequenzenergie) oder Kälte (Kryoablation) an das Gewebe des cavotricuspidalen Isthmus abgegeben. Ziel ist es, die störende elektrische Leitungsbahn dauerhaft zu unterbrechen.
Die Behandlung dauert meist ein bis zwei Stunden und erfolgt unter örtlicher Betäubung mit leichter Beruhigung. Viele Menschen können noch am selben oder am nächsten Tag nach Hause gehen. Die Erfolgsrate ist hoch: In etwa 90 bis 95 Prozent der Fälle verschwindet das Vorhofflattern dauerhaft. Das Risiko für Komplikationen ist insgesamt gering, kann aber wie bei jedem Eingriff nicht ganz ausgeschlossen werden.
Wer sich genauer über die Technik der Verödung informieren möchte, findet weitere Informationen im Artikel zur Radiofrequenzablation.
Typische Sorgen und Fragen rund um das Verfahren
Viele fragen sich, ob eine CTI Ablation gefährlich ist. Die Methode gilt als sehr sicher und wird seit vielen Jahren erfolgreich angewendet. Zu den möglichen Risiken zählen Blutergüsse im Bereich der Einstichstelle, selten auch Herzbeutelergüsse oder Herzrhythmusstörungen während des Eingriffs. Schwere Komplikationen sind sehr selten. Wer blutverdünnende Medikamente einnimmt, sollte dies mit dem behandelnden Kardiologen vorab besprechen.
Oft besteht Unsicherheit, wie es nach dem Eingriff weitergeht. In den meisten Fällen kann der Alltag schnell wieder aufgenommen werden. Körperliche Schonung für einige Tage ist sinnvoll. Kontrolltermine beim Kardiologen helfen, den Behandlungserfolg zu überprüfen und mögliche Nachwirkungen frühzeitig zu erkennen.
Manche haben Sorge, dass die Rhythmusstörung zurückkehrt. In den allermeisten Fällen bleibt das Vorhofflattern nach einer erfolgreichen CTI Ablation dauerhaft verschwunden. Sollte es dennoch erneut auftreten, kann der Eingriff bei Bedarf wiederholt werden.
Was kann man selbst tun?
Eine gesunde Lebensweise unterstützt die Herzgesundheit und kann helfen, das Risiko für erneute Herzrhythmusstörungen zu senken. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, der Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum sowie das Vermeiden von Stress. Wer bereits andere Herzkrankheiten oder Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes hat, sollte diese konsequent behandeln lassen.
Bei Unsicherheiten oder Beschwerden nach einer CTI Ablation ist es ratsam, zeitnah ärztlichen Rat einzuholen. Plötzliche Luftnot, Brustschmerzen oder starke Blutungen an der Einstichstelle sollten immer abgeklärt werden.
Bedeutung der Abkürzung im Kontext
Die Bezeichnung CTI Ablation ist eindeutig und bezieht sich in der Kardiologie immer auf die Behandlung des cavotricuspidalen Isthmus. In seltenen Fällen kann die Abkürzung in anderen Zusammenhängen auftauchen, doch im Zusammenhang mit Herzrhythmusstörungen und Katheterverfahren ist die Bedeutung klar. Wie bei allen medizinischen Abkürzungen gilt: Der genaue Kontext im Arztbrief oder Befund entscheidet, worum es geht.
Wer einen entsprechenden Hinweis im Befund findet und unsicher ist, kann direkt beim behandelnden Arzt oder Kardiologen nachfragen, was im eigenen Fall genau gemeint ist.