CCS II ist eine medizinische Abkürzung, die einen bestimmten Schweregrad von Brustschmerzen bei einer sogenannten Angina pectoris beschreibt.
Was steckt hinter CCS II?
Die Abkürzung CCS steht für Canadian Cardiovascular Society. Dieses Klassifikationssystem wird weltweit verwendet, um die Ausprägung von Brustschmerzen, die durch eine Durchblutungsstörung des Herzens entstehen, genauer zu beschreiben. Angina pectoris äußert sich meist als ein drückendes, beengendes oder brennendes Gefühl in der Brust, häufig ausgelöst durch körperliche Belastung oder Stress. Der Zusatz II steht dabei für die Stufe zwei von insgesamt vier Schweregraden.
Was bedeutet Stufe II konkret?
Bei CCS II handelt es sich um eine leichte Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit. Das bedeutet: Im Alltag sind die Beschwerden meist nicht spürbar. Erst bei stärkerer oder längerer Anstrengung treten Brustschmerzen oder ein Engegefühl auf. Typische Situationen sind zügiges Gehen, Treppensteigen nach dem Essen, bei Kälte oder bei emotionaler Aufregung. In Ruhe oder bei alltäglichen Tätigkeiten wie Spazierengehen oder leichten Hausarbeiten bleibt das unangenehme Gefühl in der Brust in der Regel aus.
Wie wird CCS II festgestellt?
Die Einteilung nach CCS erfolgt durch eine ärztliche Befragung und Einschätzung der Beschwerden. Ärztinnen oder Ärzte fragen dabei gezielt nach, wann und wie oft die Symptome auftreten, wodurch sie ausgelöst werden und wie stark sie empfunden werden. Ergänzend können Untersuchungen wie ein EKG, ein Belastungstest oder bildgebende Verfahren notwendig sein, um die Ursache der Angina pectoris genauer einzugrenzen und andere Erkrankungen auszuschließen.
Ist CCS II gefährlich?
Viele Menschen sind verunsichert, wenn sie den Begriff Angina pectoris oder einen CCS-Schweregrad in ihrem Arztbrief lesen. Die Stufe II steht für eine milde Form der Durchblutungsstörung des Herzens. Das Risiko für einen akuten Herzinfarkt ist in dieser Phase meist noch nicht stark erhöht, dennoch handelt es sich um ein Warnsignal. Die Beschwerden zeigen an, dass die Herzkranzgefäße bereits verengt sind und unter Belastung nicht mehr genügend Sauerstoff zum Herzmuskel transportiert werden kann.
Es ist wichtig, die Symptome ernst zu nehmen und ärztlich abklären zu lassen. Wer schon bei leichterer Belastung regelmäßig Brustschmerzen verspürt, sollte rasch einen Termin bei einer Kardiologin oder einem Kardiologen vereinbaren. Plötzlich starke, anhaltende Schmerzen, die auch in Ruhe auftreten, können auf einen Herzinfarkt hindeuten und sind ein Notfall.
Was kann man selbst tun?
Ein gesunder Lebensstil ist der wichtigste Baustein, um das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen. Dazu zählt regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, der Verzicht auf Nikotin und die Kontrolle von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhten Cholesterinwerten. Auch Stressabbau spielt eine große Rolle für die Herzgesundheit.
Wer bereits Medikamente gegen Angina pectoris verschrieben bekommen hat, sollte diese regelmäßig und wie verordnet einnehmen. Bei Unsicherheiten oder neuen Beschwerden empfiehlt es sich, die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt zu informieren.
Gibt es andere Bedeutungen von CCS II?
Im medizinischen Kontext taucht die Abkürzung CCS II fast ausschließlich im Zusammenhang mit der Angina pectoris und der Einteilung nach der Canadian Cardiovascular Society auf. In seltenen Fällen kann CCS auch für andere Begriffe stehen, etwa für „Common Channel Syndrome“ oder „Central Cord Syndrome“. Diese Bedeutungen sind jedoch in der Praxis kaum relevant und nur im jeweiligen Zusammenhang zu beurteilen.
Abkürzungen wie CCS II sollten immer im medizinischen Gesamtkontext betrachtet werden. Bei Unsicherheiten hilft es, direkt beim behandelnden Team nachzufragen, was genau gemeint ist.
Zusammengefasst
CCS II beschreibt eine milde Form von Brustschmerzen bei Angina pectoris, die nur bei stärkerer oder längerer Belastung auftreten. Die Beschwerden sind ein Hinweis auf eine beginnende Durchblutungsstörung des Herzens und sollten ernst genommen werden. Ein gesunder Lebensstil, das Beachten von Warnsignalen und eine gute Zusammenarbeit mit der behandelnden Praxis helfen, das Risiko für Komplikationen zu verringern.