Uroradiologie: Probleme sicher erkennen

Uroradiologie: Probleme sicher erkennen

PD Dr. med. Witold Polanski

Uroradiologie ist ein Teilgebiet der Radiologie, das sich auf die bildgebende Untersuchung der Harnorgane und der männlichen Geschlechtsorgane spezialisiert hat. Dazu zählen die Nieren, Harnleiter, Blase, Harnröhre sowie Prostata, Samenleiter und Hoden.

Was macht die Uroradiologie aus?

Im Zentrum der uroradiologischen Diagnostik stehen Methoden, mit denen Veränderungen, Erkrankungen oder Funktionsstörungen im Bereich der ableitenden Harnwege und der männlichen Geschlechtsorgane sichtbar gemacht werden. Die wichtigsten Verfahren sind dabei Ultraschall, Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT) und spezielle Röntgenuntersuchungen wie die Urografie oder die Miktionszystourethrographie. Ziel ist es, Auffälligkeiten wie Nierensteine, Tumore, Entzündungen, Fehlbildungen oder Abflussstörungen möglichst genau zu erkennen und zu beurteilen.

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Wann kommt die Uroradiologie zum Einsatz?

Immer dann, wenn Beschwerden im Bereich der Nieren, der Blase oder der männlichen Geschlechtsorgane auftreten, kann eine uroradiologische Untersuchung weiterhelfen. Typische Beispiele sind Blut im Urin, Schmerzen im Unterbauch oder Flankenbereich, wiederkehrende Harnwegsinfekte oder Probleme beim Wasserlassen. Auch bei Verdacht auf Nierensteine, Zysten, Tumore oder angeborene Fehlbildungen liefern die bildgebenden Verfahren wichtige Hinweise. In manchen Fällen werden diese Untersuchungen auch im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen oder Nachsorge nach Operationen eingesetzt.

Welche Untersuchungen gibt es?

Die Auswahl des passenden bildgebenden Verfahrens hängt immer von der Fragestellung ab. Besonders häufig kommt der Ultraschall zum Einsatz, weil er schonend, schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung ist. Damit lassen sich Nieren, Harnleiter und Blase gut beurteilen. Bei unklaren Befunden oder zur genaueren Darstellung werden oft CT oder MRT eingesetzt. Das CT eignet sich besonders zur Suche nach Steinen, Blutungen oder Tumoren, während das MRT vor allem bei Weichteilstrukturen wie Prostata oder Hoden Vorteile bietet. Für spezielle Fragestellungen, etwa bei Abflussstörungen oder zur Darstellung der Harnröhre, werden manchmal auch Kontrastmittel eingesetzt und gezielte Röntgenaufnahmen gemacht.

Was bedeutet eine uroradiologische Untersuchung für dich?

Eine Überweisung zur Uroradiologie ist zunächst einmal ein Schritt, um die Ursache deiner Beschwerden möglichst exakt zu klären. Die Untersuchungen sind in der Regel unkompliziert und gut verträglich. Beim Ultraschall ist keine besondere Vorbereitung nötig. Für CT oder MRT kann es sein, dass ein Kontrastmittel verabreicht wird, damit bestimmte Strukturen besser sichtbar werden. Das wird immer im Vorfeld mit dir besprochen. Die meisten Untersuchungen dauern nur wenige Minuten. Im Anschluss wertet die Radiologin oder der Radiologe die Bilder aus und schickt einen Bericht an deine behandelnde Ärztin oder deinen Arzt, der dann das weitere Vorgehen mit dir bespricht.

Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?

Die allermeisten uroradiologischen Untersuchungen sind risikoarm. Beim Ultraschall gibt es keinerlei Strahlenbelastung. CT und einige Röntgenverfahren arbeiten mit Röntgenstrahlen, die in der Medizin aber nur so niedrig wie nötig dosiert werden. Kontrastmittel können in seltenen Fällen allergische Reaktionen auslösen oder bei bestimmten Vorerkrankungen (zum Beispiel einer Nierenschwäche) problematisch sein. Deshalb werden vor der Untersuchung Fragen zur Gesundheit gestellt und gegebenenfalls Blutwerte geprüft. Bei Unsicherheiten oder Ängsten lohnt es sich, das direkt beim Radiologen anzusprechen.

Was passiert nach der Untersuchung?

Nach der Bildgebung erhält deine behandelnde Ärztin oder dein Arzt einen ausführlichen Befund. Darin steht, ob und welche Auffälligkeiten gefunden wurden. Die Uroradiologie liefert damit die Grundlage für eine gezielte Therapie, falls eine Behandlung nötig sein sollte. In vielen Fällen kann durch die genaue Bildgebung auch Entwarnung gegeben werden, wenn keine krankhaften Veränderungen zu sehen sind. Die Ergebnisse werden immer im Zusammenhang mit deinen Beschwerden und anderen Untersuchungsergebnissen bewertet.

Wann ist eine uroradiologische Untersuchung sinnvoll?

Die Uroradiologie kommt nicht nur bei akuten Beschwerden zum Einsatz, sondern auch zur Verlaufskontrolle nach Operationen, zur Nachsorge bei bestimmten Tumorerkrankungen oder zur Abklärung unklarer Befunde im Urin. Manchmal wird sie auch genutzt, um vor geplanten Eingriffen die genaue Lage von Steinen, Tumoren oder anderen Veränderungen zu bestimmen. Die Entscheidung, welche Untersuchung sinnvoll ist, trifft immer die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt gemeinsam mit dir.

Weiterführende Informationen findest du auch unter Radiologie.

BITTE BEACHTEN

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und kann nicht das persönliche Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt ersetzen. Für eine individuelle Diagnose, Therapieempfehlung und Behandlung konsultieren Sie bitte immer medizinisches Fachpersonal.

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