Simponi – Hilfe bei chronischer Entzündung

Simponi – Hilfe bei chronischer Entzündung

05.01.2026

PD Dr. med. Witold Polanski

Simponi ist der Name eines modernen Medikaments, das vor allem zur Behandlung bestimmter entzündlicher Erkrankungen eingesetzt wird. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Biologikum, also ein Arzneimittel, das mit biotechnologischen Methoden hergestellt wird und gezielt in das Immunsystem eingreift.

Was ist Simponi genau?

Der Wirkstoff in Simponi heißt Golimumab. Dieser gehört zur Gruppe der sogenannten TNF Alpha Blocker. TNF Alpha ist ein Botenstoff des Körpers, der bei Entzündungen eine wichtige Rolle spielt. Bei manchen Krankheiten produziert das Immunsystem jedoch zu viel von diesem Stoff, was zu chronischen Entzündungen führt. Simponi blockiert gezielt TNF Alpha und kann so die Entzündungsreaktion im Körper bremsen.

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Für welche Krankheiten kommt Simponi zum Einsatz?

Simponi wird vor allem bei Autoimmunerkrankungen verschrieben, bei denen das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift. Dazu zählen unter anderem rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew (auch Spondylitis ankylosans genannt), Psoriasis Arthritis und Colitis ulcerosa. Diese Krankheiten verlaufen oft in Schüben und gehen mit Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen einher. Das Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung zu kontrollieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Wie wird Simponi angewendet?

Das Medikament wird als Injektion unter die Haut gespritzt. Meist erfolgt die Gabe einmal im Monat. Die Anwendung kann nach einer Einweisung eigenständig zu Hause erfolgen. In manchen Fällen übernimmt das medizinische Fachpersonal die Injektion, etwa zu Beginn der Therapie oder wenn Unsicherheiten bestehen. Die Dosierung und der genaue Ablauf werden individuell festgelegt.

Was bedeutet die Diagnose für den Alltag?

Viele Menschen machen sich Sorgen, wenn sie erfahren, dass sie auf ein Biologikum wie Simponi eingestellt werden sollen. Die Vorstellung, sich regelmäßig ein Medikament zu spritzen, kann zunächst abschrecken. Auch Fragen zu möglichen Nebenwirkungen oder zu den langfristigen Folgen tauchen auf. Wichtig zu wissen: Simponi wird in der Regel dann eingesetzt, wenn andere Therapien nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden. Die Behandlung erfolgt stets unter enger ärztlicher Kontrolle. Regelmäßige Blutuntersuchungen helfen dabei, mögliche Nebenwirkungen früh zu erkennen.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie bei jedem Medikament können auch bei Simponi Nebenwirkungen auftreten. Häufig berichten Anwender über Reaktionen an der Einstichstelle, etwa Rötung oder leichte Schmerzen. Manchmal kommt es zu Infekten, da das Immunsystem durch die Therapie abgeschwächt werden kann. Seltener treten schwerere Infektionen oder allergische Reaktionen auf. Bei ungewöhnlichen Beschwerden wie Fieber, Atemnot oder starken Hautveränderungen sollte immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden. Die meisten Menschen vertragen Simponi jedoch gut, vor allem wenn die Therapie regelmäßig überwacht wird.

Was kann man selbst tun, um die Behandlung zu unterstützen?

Ein gesunder Lebensstil kann die Wirkung der Therapie positiv beeinflussen. Ausreichend Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf Rauchen helfen, das Immunsystem zu stärken und das Risiko für Infektionen zu senken. Impfungen sollten immer mit dem Arzt abgesprochen werden, da bestimmte Lebendimpfstoffe bei TNF Alpha Blockern nicht empfohlen werden. Auch auf Anzeichen einer Infektion sollte besonders geachtet werden, um frühzeitig reagieren zu können.

Wie läuft die Kontrolle während der Therapie ab?

Während der Behandlung mit Simponi sind regelmäßige Arztbesuche wichtig. Dort wird nicht nur der Erfolg der Therapie überprüft, sondern auch auf mögliche Nebenwirkungen geachtet. Blutwerte geben Hinweise darauf, wie das Immunsystem auf die Behandlung reagiert. Bei Bedarf kann die Dosierung angepasst oder das Medikament gewechselt werden. Die Therapie ist also individuell steuerbar und wird immer an die aktuelle Situation angepasst.

Ängste und Fragen rund um Simponi

Viele Betroffene fragen sich, wie lange die Behandlung notwendig ist oder ob sie irgendwann wieder ohne das Medikament auskommen können. Die Antwort darauf hängt von der jeweiligen Erkrankung und dem Verlauf ab. In manchen Fällen kann die Therapie nach längerer Zeit reduziert oder sogar beendet werden, wenn die Krankheit gut kontrolliert ist. Bei anderen Menschen ist eine dauerhafte Behandlung notwendig, um Rückfälle zu vermeiden. Die Entscheidung wird immer gemeinsam mit dem Arzt getroffen.

Auch Unsicherheiten bezüglich Kinderwunsch, Reisen oder dem Umgang mit anderen Erkrankungen sind verständlich. Hier lohnt es sich, offen mit dem behandelnden Team zu sprechen. Für viele Situationen gibt es individuelle Lösungen und Empfehlungen, etwa zu Impfungen, Schwangerschaft oder zur Planung von Auslandsaufenthalten.

Was bedeutet die Verordnung von Simponi für das weitere Leben?

Die Diagnose einer chronisch-entzündlichen Erkrankung und die Notwendigkeit einer dauerhaften Therapie sind für viele Menschen eine große Umstellung. Mit der richtigen Behandlung und einer guten Betreuung lassen sich die meisten Beschwerden jedoch deutlich lindern. Viele Betroffene berichten, dass sie dank Simponi wieder aktiver am Alltag teilnehmen können und eine bessere Lebensqualität erreichen. Die regelmäßige Kontrolle und die enge Zusammenarbeit mit dem medizinischen Team sind dabei entscheidend.

Simponi ist also ein modernes Medikament, das gezielt bei bestimmten Entzündungskrankheiten eingesetzt wird. Es hilft, die Beschwerden zu verringern und das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen. Die Therapie erfordert Aufmerksamkeit und regelmäßige Kontrolle, bietet aber vielen Menschen die Chance auf mehr Beweglichkeit und Lebensfreude.

BITTE BEACHTEN

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und kann nicht das persönliche Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt ersetzen. Für eine individuelle Diagnose, Therapieempfehlung und Behandlung konsultieren Sie bitte immer medizinisches Fachpersonal.

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