Laterale Meniskusläsion – Was tun bei Schmerzen?

Laterale Meniskusläsion – Was tun bei Schmerzen?

14.01.2026

PD Dr. med. Witold Polanski

Eine laterale Meniskusläsion bezeichnet eine Verletzung oder einen Schaden am äußeren Meniskus des Kniegelenks. Der Meniskus ist eine halbmondförmige Knorpelscheibe, die im Knie als eine Art Stoßdämpfer zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein liegt und dabei hilft, das Gelenk zu stabilisieren und gleichmäßig zu belasten.

Aufbau und Funktion des Meniskus

Im menschlichen Knie gibt es zwei Menisken: den inneren (medialen) und den äußeren (lateralen) Meniskus. Beide bestehen aus festem Knorpelgewebe und sind für die reibungslose Bewegung und Belastbarkeit des Knies unverzichtbar. Der äußere Meniskus liegt auf der Außenseite des Knies und ist beweglicher als sein inneres Gegenstück. Seine Aufgabe ist es, Stöße und Druck gleichmäßig zu verteilen und das Gelenk vor Abnutzung zu schützen.

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Wie entsteht eine laterale Meniskusläsion?

Eine Verletzung des äußeren Meniskus tritt häufig bei plötzlichen Drehbewegungen oder Verdrehungen des Knies auf, zum Beispiel beim Sport, beim abrupten Abstoppen oder beim Verdrehen des Körpers auf feststehendem Fuß. Auch altersbedingter Verschleiß kann dazu führen, dass der Meniskus mit der Zeit Risse oder Schäden entwickelt. Besonders betroffen sind Menschen, die viel Sport treiben, aber auch im Alltag kann eine unglückliche Bewegung ausreichen.

Typische Beschwerden und Symptome

Wer eine laterale Meniskusläsion hat, bemerkt oft stechende oder ziehende Schmerzen an der Außenseite des Knies. Das Knie kann anschwellen oder sich blockiert anfühlen, manchmal lässt es sich nicht mehr vollständig strecken oder beugen. Auch ein „Schnappen“ oder „Knacken“ im Gelenk wird gelegentlich wahrgenommen. Die Beschwerden verstärken sich meist bei Belastung, beim Hocken oder beim Treppensteigen.

Ist eine Meniskusläsion schlimm?

Viele Betroffene machen sich Sorgen, ob eine solche Verletzung bleibende Schäden verursacht oder eine Operation notwendig wird. Nicht jede Meniskusverletzung ist sofort ein Grund zur Sorge. Kleinere Risse können manchmal von selbst ausheilen, vor allem, wenn sie im gut durchbluteten Randbereich des Meniskus liegen. Allerdings besteht bei unbehandelten oder größeren Schäden die Gefahr, dass das Knie instabil wird oder sich mit der Zeit Arthrose entwickelt. Deshalb ist eine genaue Abklärung durch eine Ärztin oder einen Arzt sinnvoll.

Wie wird eine laterale Meniskusläsion festgestellt?

Die Diagnose beginnt meist mit einer gründlichen Befragung zu den Beschwerden und einer Untersuchung des Knies. Dabei prüft die Ärztin oder der Arzt, ob bestimmte Bewegungen Schmerzen auslösen oder das Gelenk blockiert ist. Um die genaue Stelle und das Ausmaß des Schadens zu erkennen, wird häufig eine Magnetresonanztomografie (MRT) eingesetzt. Im MRT lassen sich selbst kleine Risse oder Veränderungen im Meniskus sichtbar machen. In manchen Fällen kann auch eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) nötig werden, bei der das Knie mit einer kleinen Kamera von innen betrachtet wird.

Behandlungsmöglichkeiten bei einer lateralen Meniskusläsion

Welche Therapie sinnvoll ist, hängt von der Art, Größe und Lage der Verletzung ab. Kleinere Risse am Rand des Meniskus können manchmal mit Schonung, Kühlung und gezielter Krankengymnastik ausheilen. Entzündungshemmende Medikamente helfen, Schmerzen und Schwellungen zu lindern. Bei größeren oder komplizierten Rissen, vor allem wenn das Knie blockiert oder immer wieder schmerzt, kann eine Operation notwendig werden. Dabei wird der beschädigte Teil des Meniskus entweder genäht oder entfernt. Ziel ist es immer, möglichst viel gesundes Gewebe zu erhalten, um die Funktion des Knies zu bewahren. Nach einer Operation folgt meist eine gezielte Reha, um das Gelenk wieder stabil und beweglich zu machen.

Was kann man selbst tun?

Mit einer Meniskusverletzung ist es wichtig, das Knie zunächst zu entlasten und starke Belastungen zu vermeiden. Kühlen hilft gegen Schwellungen, und das Hochlegen des Beins kann die Beschwerden lindern. Bewegung ist grundsätzlich gut, solange sie keine Schmerzen verursacht. Nach ärztlicher Rücksprache können gezielte Übungen helfen, die Muskulatur rund ums Knie zu stärken und das Gelenk zu stabilisieren. Auch auf das Körpergewicht zu achten, entlastet das Knie und unterstützt die Heilung.

Häufige Ängste und Fragen

Viele fragen sich, ob eine Meniskusläsion das Ende für sportliche Aktivitäten bedeutet oder ob das Knie dauerhaft geschädigt bleibt. In den meisten Fällen ist das nicht so. Mit der richtigen Behandlung und etwas Geduld lässt sich das Knie oft wieder voll belasten. Wichtig ist, Warnsignale ernst zu nehmen und bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einzuholen. Wer das Knie frühzeitig schont und behandelt, hat meist gute Chancen, spätere Folgeschäden zu vermeiden.

Prognose und Ausblick

Eine laterale Meniskusläsion ist eine häufige Verletzung, die in den meisten Fällen gut behandelbar ist. Je nach Ausmaß der Schädigung und gewählter Therapie kann das Knie nach einigen Wochen bis Monaten wieder voll belastbar sein. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung sind entscheidend, um Komplikationen wie eine Arthrose zu verhindern. Wer nach der Heilung auf eine gute Muskelkraft und gelenkschonende Bewegungen achtet, kann das Risiko für erneute Verletzungen deutlich senken.

BITTE BEACHTEN

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und kann nicht das persönliche Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt ersetzen. Für eine individuelle Diagnose, Therapieempfehlung und Behandlung konsultieren Sie bitte immer medizinisches Fachpersonal.

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