Eine Katarakt OP ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die getrübte Linse des Auges entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt wird. Dieser Eingriff wird vor allem durchgeführt, wenn der sogenannte Graue Star, auch Katarakt genannt, das Sehvermögen deutlich einschränkt.
Warum wird eine Katarakt Operation notwendig?
Im Laufe des Lebens kann sich die Augenlinse langsam eintrüben. Die Ursache liegt meist in natürlichen Alterungsprozessen. Es entstehen dabei Schlieren, Nebel oder ein grauer Schleier vor den Augen. Viele Betroffene bemerken, dass Farben verblassen, das Licht blendet oder das Lesen immer schwieriger wird. Die Katarakt Operation ist die einzige Möglichkeit, die Sehkraft bei fortgeschrittener Linsentrübung wiederherzustellen.
Die Entscheidung für eine Operation fällt in der Regel, wenn der Alltag durch die Sehstörung spürbar beeinträchtigt ist, etwa beim Autofahren, beim Erkennen von Gesichtern oder beim Arbeiten am Computer. Ein Zögern ist nicht zwangsläufig gefährlich, jedoch verschlechtert sich das Sehen meist weiter, wenn keine Behandlung erfolgt.
Wie läuft der Eingriff ab?
Die Katarakt OP ist heute ein Routineverfahren, das in spezialisierten Augenkliniken oder Praxen durchgeführt wird. Meist handelt es sich um einen ambulanten Eingriff, das heißt, es ist kein längerer Krankenhausaufenthalt notwendig.
Zunächst wird das Auge mit Tropfen betäubt. In seltenen Fällen wird zusätzlich eine leichte Beruhigungsspritze gegeben. Während der Operation öffnet der Arzt einen winzigen Zugang am Rand der Hornhaut. Die getrübte Linse wird mit feinen Instrumenten zerkleinert und abgesaugt. Anschließend wird eine künstliche Linse, die sogenannte Intraokularlinse, eingesetzt. Dieser Vorgang dauert meist nur zehn bis zwanzig Minuten pro Auge.
Nach der Operation ist das Auge mit einem Verband geschützt. Die meisten Menschen können nach kurzer Zeit wieder nach Hause gehen.
Was ist nach der Katarakt Operation zu beachten?
Nach dem Eingriff ist das Sehen zunächst oft noch verschwommen. Das bessert sich in den Tagen darauf. In den ersten Wochen sollten körperliche Anstrengungen, starkes Reiben am Auge und Schwimmbadbesuche vermieden werden. Augentropfen helfen, Entzündungen vorzubeugen und die Heilung zu unterstützen.
Kontrolltermine bei der Augenärztin oder dem Augenarzt sind wichtig, um den Heilungsverlauf zu überwachen. Bei Schmerzen, starker Rötung oder plötzlicher Verschlechterung des Sehens sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.
Häufige Fragen und Ängste rund um die Katarakt Op
Viele Menschen haben vor einer Augenoperation Bedenken. Die Vorstellung, am Auge operiert zu werden, kann Angst machen. Tatsächlich ist die Katarakt OP eines der sichersten und am häufigsten durchgeführten Verfahren in der Medizin. Die meisten Eingriffe verlaufen ohne Komplikationen.
Einige fürchten, während der Operation Schmerzen zu spüren oder sogar zu erblinden. Durch die örtliche Betäubung ist der Eingriff in der Regel schmerzfrei. Das Risiko, nach der Operation dauerhaft schlechter zu sehen oder zu erblinden, ist sehr gering. In seltenen Fällen kann es zu Infektionen, Blutungen oder einer Schwellung der Hornhaut kommen. Diese Komplikationen lassen sich aber meist gut behandeln.
Manche fragen sich, wie lange die künstliche Linse hält. Die eingesetzte Linse bleibt in der Regel ein Leben lang im Auge und muss nicht mehr ausgetauscht werden. Nur in Ausnahmefällen kann ein sogenannter Nachstar auftreten, bei dem sich eine dünne Schicht hinter der Linse eintrübt. Das lässt sich mit einem kurzen Laser-Eingriff beheben.
Wie wird ein Grauer Star festgestellt?
Die Diagnose erfolgt durch eine gründliche augenärztliche Untersuchung. Neben der Sehschärfe werden die Linse und andere Strukturen des Auges mit speziellen Geräten betrachtet. Eine Katarakt zeigt sich dabei als milchige oder gelbliche Trübung. Weitere Untersuchungen wie eine Messung des Augeninnendrucks oder eine Netzhautkontrolle ergänzen die Diagnostik.
Was kann selbst getan werden?
Eine Katarakt lässt sich nicht mit Medikamenten oder Tropfen aufhalten. Wer bemerkt, dass das Sehen nachlässt, sollte zeitnah einen Termin bei der Augenärztin oder dem Augenarzt vereinbaren. Es hilft, regelmäßig die Sehstärke überprüfen zu lassen und bei Unsicherheiten nachzufragen. Nach der Operation unterstützen eine gute Hygiene, das Befolgen der ärztlichen Anweisungen und das Einhalten der Kontrolltermine die Heilung.
Weitere Informationen zum Grauen Star und seinen Behandlungsmöglichkeiten finden sich im Artikel Katarakt.
Ausblick auf den Alltag nach der Operation
Viele Menschen berichten nach der Katarakt OP von einem deutlich klareren, farbenfroheren Sehen. Die meisten können ihren gewohnten Alltag schnell wieder aufnehmen. Autofahren, Lesen und Fernsehen sind oft schon nach wenigen Tagen oder Wochen wieder möglich. In manchen Fällen ist eine neue Brille nötig, um das bestmögliche Sehergebnis zu erzielen.
Die Katarakt Operation ist heute ein sicheres und bewährtes Verfahren, das die Lebensqualität vieler Menschen spürbar verbessern kann. Wer Fragen oder Unsicherheiten hat, sollte das offene Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt suchen.