Eine Hüft TEP ist eine künstliche Hüftgelenkprothese, die eingesetzt wird, um ein krankes oder beschädigtes Hüftgelenk dauerhaft zu ersetzen.
Was steckt hinter der Bezeichnung?
Der Begriff Hüft TEP taucht häufig in Arztbriefen, Befunden oder Operationsberichten auf. Die Abkürzung steht für „Hüft Totalendoprothese“. Gemeint ist damit ein vollständiger künstlicher Ersatz des Hüftgelenks. Das eigene, erkrankte Gelenk wird im Rahmen einer Operation entfernt und durch eine Prothese aus Metall, Keramik oder Kunststoff ersetzt. Umgangssprachlich sprechen viele auch einfach von einem „künstlichen Hüftgelenk“.
Wann kommt eine Hüft Totalendoprothese zum Einsatz?
Eine solche Prothese wird meist dann notwendig, wenn das natürliche Hüftgelenk durch Verschleiß, Unfall oder eine Erkrankung wie Arthrose so stark geschädigt ist, dass Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder eine deutliche Beeinträchtigung im Alltag entstehen. Die häufigste Ursache ist die sogenannte Coxarthrose, also der Verschleiß des Hüftgelenks. Aber auch Folgen von Knochenbrüchen oder rheumatischen Erkrankungen können den Einsatz einer Hüft TEP erforderlich machen.
Was bedeutet das für den Alltag?
Mit einer Hüft TEP soll die Beweglichkeit verbessert, Schmerzen gelindert und die Lebensqualität wiederhergestellt werden. Viele Menschen können nach dem Eingriff wieder schmerzfrei gehen, Treppen steigen und alltägliche Dinge erledigen, die vorher kaum oder nur unter großen Beschwerden möglich waren. Die künstlichen Gelenke sind heute so entwickelt, dass sie viele Jahre halten und auch bei älteren Menschen eine deutliche Erleichterung bringen.
Ablauf der Operation und Krankenhausaufenthalt
Das Einsetzen einer Hüft TEP ist ein Routineeingriff, der in spezialisierten Kliniken regelmäßig durchgeführt wird. Die Operation dauert meist etwa ein bis zwei Stunden. Nach dem Eingriff folgt zunächst ein kurzer Krankenhausaufenthalt, in dem die ersten Schritte mit dem neuen Gelenk geübt werden. Schon wenige Tage nach der Operation beginnt die Physiotherapie, damit Muskeln und Beweglichkeit schnell wieder aufgebaut werden. In der Regel folgt eine Reha, entweder stationär oder ambulant.
Was sind die Risiken und wie lange hält eine Hüft TEP?
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es auch hier mögliche Komplikationen. Dazu gehören Infektionen, Blutgerinnsel oder Probleme mit dem Einwachsen der Prothese. Moderne Operationsmethoden und eine gute Nachsorge sorgen jedoch dafür, dass schwere Komplikationen selten sind. Die Haltbarkeit einer Hüft TEP liegt heute im Durchschnitt bei etwa 15 bis 20 Jahren, oft sogar noch länger. Sollte sich das künstliche Gelenk lockern oder verschleißen, kann es in den meisten Fällen durch eine sogenannte Wechseloperation ersetzt werden.
Häufige Sorgen und Fragen
Viele Menschen fragen sich vor dem Eingriff, ob sie nach einer Hüft TEP wieder alles machen können. Sportliche Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren oder Wandern sind in der Regel möglich und sogar erwünscht, da sie den Heilungsprozess unterstützen. Kontaktsportarten oder sehr belastende Bewegungen sollten jedoch vermieden werden, um das neue Gelenk zu schonen. Auch das Thema Metall im Körper beschäftigt viele. Die verwendeten Materialien sind gut verträglich und werden regelmäßig auf Sicherheit und Haltbarkeit geprüft.
Was kann man selbst tun?
Nach dem Einsatz einer Hüft TEP ist es wichtig, die Anweisungen der Fachleute genau zu befolgen. Physiotherapie und gezielte Übungen helfen, die Beweglichkeit zu verbessern und Muskeln wieder aufzubauen. Auch im Alltag sollte auf einen sicheren Stand, rutschfeste Schuhe und das Vermeiden von Stürzen geachtet werden. Übergewicht belastet das neue Gelenk zusätzlich, daher kann eine Gewichtsreduktion sinnvoll sein. Mit etwas Geduld und aktiver Mitarbeit gelingt es den meisten, wieder ein selbstständiges und aktives Leben zu führen.
Alternative Bedeutungen der Abkürzung
In medizinischen Texten steht Hüft TEP fast immer für die Hüft Totalendoprothese. In seltenen Fällen kann TEP auch für „totalendoprothetisch“ stehen, also einen vollständigen Gelenkersatz beschreiben. Der genaue Zusammenhang ergibt sich immer aus dem Kontext, etwa ob es um die Hüfte, das Knie oder ein anderes Gelenk geht. Daher ist es wichtig, den Begriff im Zusammenhang mit dem jeweiligen Befund zu betrachten.
Eine Hüft TEP ist also der künstliche Ersatz des Hüftgelenks, der vor allem bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß oder schweren Schäden eingesetzt wird. Die moderne Medizin ermöglicht es, mit einer solchen Prothese wieder schmerzfrei und aktiv zu leben.