Schließmuskel: Wie Körperöffnungen gesteuert werden

Schließmuskel: Wie Körperöffnungen gesteuert werden

PD Dr. med. Witold Polanski

Ein Schließmuskel ist ein ringförmiger Muskel, der Öffnungen im Körper kontrolliert, indem er sie schließt oder öffnet.

Was macht ein Schließmuskel im Körper?

Im menschlichen Körper gibt es mehrere Schließmuskeln, die eine wichtige Rolle dabei spielen, bestimmte Körperöffnungen gezielt zu verschließen oder zu öffnen. Sie funktionieren wie kleine Ventile: Spannen sie sich an, verschließen sie eine Öffnung fest. Entspannen sie sich, kann etwas hindurchtreten, zum Beispiel Luft, Flüssigkeit oder Stuhl. Die Fachbezeichnung für einen Schließmuskel lautet Sphinkter. Manche dieser Muskeln arbeiten ganz automatisch, andere lassen sich bewusst steuern.

Beispiele für Schließmuskeln

Zu den bekanntesten Schließmuskeln gehört der After Schließmuskel. Er sorgt dafür, dass der Darm dicht bleibt und der Stuhlgang gezielt kontrolliert werden kann. Auch am Blasenausgang gibt es einen Schließmuskel, der verhindert, dass Urin unkontrolliert abgeht. Ein weiteres Beispiel ist der Schließmuskel am Mageneingang. Dieser Muskel verhindert, dass Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Selbst die Pupille im Auge besitzt einen kleinen Schließmuskel, der das Öffnen und Schließen der Pupille steuert.

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Wie funktioniert ein Schließmuskel?

Ein Schließmuskel besteht aus Muskelgewebe, das ringförmig um eine Körperöffnung liegt. Wenn sich der Muskel zusammenzieht, wird die Öffnung verschlossen. Lässt die Spannung nach, kann der Inhalt – je nach Körperregion zum Beispiel Urin, Stuhl oder Luft – passieren. Einige Schließmuskeln, wie der innere After Schließmuskel, arbeiten unbewusst und werden vom Nervensystem gesteuert. Andere, wie der äußere After Schließmuskel, lassen sich willentlich anspannen und entspannen.

Bedeutung im Alltag

Ohne funktionierende Schließmuskeln wäre ein kontrolliertes Zurückhalten von Stuhl oder Urin nicht möglich. Auch das Verschließen des Magens schützt vor unangenehmem Rückfluss. Störungen an einem Schließmuskel können daher zu Beschwerden wie Inkontinenz oder Sodbrennen führen. Im Normalfall merkt man die Arbeit dieser Muskeln gar nicht, weil sie zuverlässig und meist unbemerkt ihre Aufgabe erfüllen.

Wann ist ein Schließmuskel betroffen?

Meist taucht der Begriff Schließmuskel im Zusammenhang mit Beschwerden oder einer ärztlichen Untersuchung auf. Probleme treten auf, wenn ein Schließmuskel entweder zu schwach ist und nicht mehr richtig schließt, oder zu angespannt bleibt und sich nicht mehr öffnet. Das kann zum Beispiel nach einer Geburt, einer Operation oder durch bestimmte Krankheiten passieren. Bei Unsicherheiten oder Beschwerden im Bereich von Schließmuskeln ist es sinnvoll, medizinischen Rat einzuholen, damit die Ursache geklärt werden kann.

Kurz zusammengefasst

Ein Schließmuskel ist ein ringförmiger Muskel, der Öffnungen im Körper verschließt oder öffnet. Er ermöglicht die Kontrolle über wichtige Vorgänge wie Stuhlgang, Wasserlassen oder das Verschließen des Magens. Störungen an einem Schließmuskel können Beschwerden verursachen, meist arbeiten diese Muskeln jedoch zuverlässig im Hintergrund.

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