Bursitis subacromialis et subdeltoidea – Ursachen und Folgen

Bursitis subacromialis et subdeltoidea – Ursachen und Folgen

PD Dr. med. Witold Polanski

Bursitis subacromialis et subdeltoidea beschreibt eine Entzündung zweier Schleimbeutel im Schulterbereich – genauer gesagt unter dem Schulterdach (subacromial) und unter dem Deltamuskel (subdeltoideal).

Was steckt hinter der Diagnose?

Im menschlichen Körper gibt es zahlreiche Schleimbeutel. Diese kleinen, mit Flüssigkeit gefüllten Säckchen wirken wie Polster und sorgen dafür, dass Muskeln, Sehnen und Knochen aneinander vorbeigleiten können, ohne sich gegenseitig zu reizen. Besonders im Schultergelenk sind Schleimbeutel wichtig, weil hier viele Strukturen auf engem Raum zusammenarbeiten.

Wenn von einer Bursitis subacromialis et subdeltoidea die Rede ist, sind gleich zwei dieser Schleimbeutel betroffen. Die Entzündung kann durch Überlastung entstehen, etwa bei wiederholten Überkopfbewegungen, durch kleine Verletzungen, manchmal auch infolge von Stürzen oder als Begleiterscheinung bei anderen Schulterproblemen wie einer Sehnenreizung. Auch rheumatische Erkrankungen oder bakterielle Infektionen kommen als Auslöser infrage, sind aber seltener.

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Typische Beschwerden und mögliche Folgen

Eine Schleimbeutelentzündung im Schulterbereich macht sich meist durch Schmerzen bemerkbar, die besonders bei Bewegungen auftreten. Typisch ist, dass das Heben des Arms zur Seite oder nach oben unangenehm oder sogar kaum möglich ist. Viele spüren zudem eine Art Druckgefühl oder dumpfen Schmerz, der bis in den Oberarm ausstrahlen kann. Nicht selten ist die Schulter auch in Ruhe schmerzhaft – besonders nachts, wenn man auf der betroffenen Seite liegt.

Manche bemerken zusätzlich eine leichte Schwellung oder Überwärmung im Bereich der Schulter. Ist die Entzündung sehr ausgeprägt, kann die Beweglichkeit deutlich eingeschränkt sein. Das kann den Alltag beeinträchtigen, etwa beim Anziehen, Haarewaschen oder beim Heben von Gegenständen.

Muss man sich Sorgen machen?

Eine Bursitis subacromialis et subdeltoidea ist zwar unangenehm, aber in den allermeisten Fällen nicht gefährlich. Die Schmerzen und die eingeschränkte Beweglichkeit können jedoch belastend sein, vor allem wenn die Beschwerden länger anhalten oder immer wiederkehren. Die Entzündung selbst führt normalerweise nicht zu bleibenden Schäden, solange sie rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

Viele fragen sich, ob die Entzündung „von allein“ wieder verschwindet oder ob Folgeschäden drohen. In der Regel heilt eine Schleimbeutelentzündung mit der richtigen Behandlung gut aus. Wird die Schulter jedoch dauerhaft überlastet oder die Beschwerden ignoriert, kann sich die Entzündung festsetzen oder chronisch werden. Dann besteht das Risiko, dass auch angrenzende Strukturen – etwa Sehnen oder Muskeln – in Mitleidenschaft gezogen werden.

Wie sieht die Behandlung aus?

Im Mittelpunkt steht die Schonung der Schulter. Das bedeutet nicht, den Arm komplett stillzulegen, sondern belastende Bewegungen – vor allem Überkopfaktivitäten – zu vermeiden. Kühlen kann helfen, die Entzündung und Schwellung zu lindern. Entzündungshemmende Schmerzmittel, wie Ibuprofen oder Diclofenac, werden häufig eingesetzt, um Beschwerden zu reduzieren und die Beweglichkeit wiederherzustellen.

Physiotherapie spielt eine wichtige Rolle, um die Muskulatur zu stärken und die Schulter beweglich zu halten. Ziel ist es, Fehlhaltungen zu vermeiden und die Belastung auf die Schleimbeutel zu verringern. In manchen Fällen kommen spezielle Übungen oder manuelle Techniken zum Einsatz. Nur selten – etwa wenn die Entzündung auf eine bakterielle Infektion zurückgeht oder wenn andere Maßnahmen nicht helfen – wird eine Injektion mit Kortison oder ein kleiner operativer Eingriff nötig.

In den meisten Fällen reicht eine konsequente konservative Behandlung aus, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen. Die Heilung kann einige Wochen dauern, manchmal auch länger, je nachdem wie ausgeprägt die Entzündung ist und wie konsequent die Schonung und Therapie eingehalten werden.

Was hilft, um vorzubeugen?

Wer einmal eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter hatte, möchte meist vermeiden, dass die Beschwerden zurückkehren. Sinnvoll ist es, Überlastungen zu vermeiden und auf eine gute Technik bei Sport oder körperlicher Arbeit zu achten. Auch gezieltes Training der Schultermuskulatur kann helfen, die Belastung besser zu verteilen. Bei ersten Anzeichen von Schmerzen empfiehlt es sich, frühzeitig eine Pause einzulegen und gegebenenfalls ärztlichen Rat einzuholen.

Eine Bursitis subacromialis et subdeltoidea ist zwar schmerzhaft, aber in den meisten Fällen gut behandelbar. Mit der richtigen Mischung aus Schonung, gezielter Bewegung und manchmal medikamentöser Unterstützung lässt sich die Schulter meist wieder vollständig belasten.

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