Submaximal: Was im Befund steckt

Submaximal: Was im Befund steckt

18.02.2026

PD Dr. med. Witold Polanski

Submaximal bedeutet, dass eine Leistung, ein Wert oder eine Belastung nicht bis zum maximal möglichen Punkt ausgereizt wird, sondern darunter bleibt. In der Medizin und besonders bei Untersuchungen oder Trainingsprogrammen beschreibt dieser Begriff eine Belastung, die unterhalb des individuellen Maximums liegt.

Wo taucht der Begriff submaximal auf?

In medizinischen Berichten, bei sportmedizinischen Tests oder in der Kardiologie ist oft von submaximalen Belastungen die Rede. Gemeint ist damit zum Beispiel ein Belastungs-EKG, das nicht bis zur völligen Erschöpfung durchgeführt wird, sondern nur bis zu einem festgelegten Wert. Auch bei Lungenfunktionstests, Herzultraschall unter Belastung oder bei Trainingsplänen für die Rehabilitation nach Krankheiten kommt diese Bezeichnung vor.

Submaximal kann sich auf verschiedene Dinge beziehen: auf die Herzfrequenz, die Sauerstoffaufnahme, die Kraft oder auch auf die Geschwindigkeit beim Gehen oder Laufen. Entscheidend ist immer, dass die Belastung bewusst unterhalb des individuell möglichen Maximums bleibt.

Ganzen Befund übersetzen?

Du hast einen Arztbericht oder Befund den du nicht verstehst? Dann nutze Simply Onno, um dir diesen in einfache Sprache übersetzen und erklären zu lassen.

Mehr Infos

Warum werden submaximale Belastungen eingesetzt?

Submaximale Tests oder Trainingsmethoden werden aus Sicherheitsgründen verwendet. Gerade bei Menschen mit Herzerkrankungen, nach Operationen oder bei chronischen Leiden wäre ein Belastungstest bis zur völligen Erschöpfung zu riskant. Submaximale Belastungen ermöglichen es, die Leistungsfähigkeit einzuschätzen, ohne den Körper unnötig zu gefährden.

Auch im Sportbereich kommt das Prinzip zum Einsatz, etwa wenn Trainingspläne erstellt werden, die gezielt unterhalb des Maximalpulses bleiben. So lassen sich Fortschritte messen oder die Belastung langsam steigern, ohne Überlastungen zu riskieren.

Wie läuft ein submaximaler Test ab?

Bei einem submaximalen Belastungstest wird die Intensität schrittweise gesteigert, zum Beispiel auf dem Fahrradergometer oder Laufband. Die Untersuchung wird meist bei einer bestimmten Herzfrequenz oder nach einer festgelegten Zeit beendet, bevor die absolute Leistungsgrenze erreicht ist. Währenddessen werden Werte wie Blutdruck, Puls, Atmung und manchmal auch das EKG überwacht.

Das Ziel ist es, zu sehen, wie das Herz Kreislauf System oder die Lunge auf eine mäßige bis hohe, aber nicht maximale Belastung reagieren. Oft wird dabei ein Wert wie „75 Prozent der maximalen Herzfrequenz“ als Richtwert genommen.

Was bedeutet submaximal für den Alltag?

Wer in seinem Befund oder Arztbrief den Begriff submaximal liest, findet dort meist eine Beschreibung der durchgeführten Untersuchung oder des Trainings. Es zeigt an, dass die Belastung nicht bis zur Erschöpfung gesteigert wurde, sondern bewusst ein sicherer Bereich gewählt wurde.

Gerade bei der Einschätzung von Krankheiten, nach einem Herzinfarkt oder bei Lungenerkrankungen ist das wichtig. Die Ergebnisse eines submaximalen Tests helfen Ärztinnen und Ärzten, die Belastbarkeit einzuschätzen und Empfehlungen für den Alltag zu geben. Auch für Trainingspläne in der Rehabilitation ist das relevant: Die Belastung wird so gewählt, dass sie fordert, aber nicht überfordert.

Gibt es Risiken oder Besonderheiten?

Submaximale Belastungen gelten als sicher und werden genau überwacht. Sie sind gerade deshalb so verbreitet, weil sie das Risiko für Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen oder Kreislaufprobleme senken. Trotzdem kann es in Einzelfällen zu Beschwerden wie Schwindel, Kurzatmigkeit oder Unwohlsein kommen. Dann wird der Test sofort abgebrochen.

Wer sich unsicher fühlt oder Fragen hat, kann dies vor der Untersuchung ansprechen. Die Fachkräfte erklären dann genau, wie der Test abläuft und was zu beachten ist.

Submaximal in der Trainingssteuerung

Auch außerhalb der Medizin spielt das Prinzip eine Rolle. Viele Trainingsmethoden im Ausdauerbereich setzen auf submaximale Belastungen, um die Grundlagenausdauer zu verbessern, ohne das Herz Kreislauf System zu überfordern. Besonders für Einsteiger oder Menschen mit Vorerkrankungen ist das sinnvoll.

Trainingsbereiche wie „aerobes Training“ oder „Fettstoffwechseltraining“ finden meist im submaximalen Bereich statt. Das heißt, das Training ist anstrengend, aber man könnte noch weitermachen, ohne völlig außer Atem zu geraten.

Zusammengefasst

Submaximal beschreibt eine Belastung, die unterhalb des eigenen Maximums liegt. In der Medizin und im Training wird dieses Prinzip eingesetzt, um den Körper sicher zu fordern, ohne ihn zu überlasten. Wer diesen Begriff in einem Befund liest, kann davon ausgehen, dass die Untersuchung oder das Training bewusst in einem sicheren Bereich durchgeführt wurde. Das hilft, die eigene Leistungsfähigkeit einzuschätzen und den Alltag oder die sportliche Aktivität gezielt zu planen.

BITTE BEACHTEN

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und kann nicht das persönliche Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt ersetzen. Für eine individuelle Diagnose, Therapieempfehlung und Behandlung konsultieren Sie bitte immer medizinisches Fachpersonal.

Mit dem Latein am Ende?

Du willst einfach nur wissen, was dein Befund bedeutet?
Wir erklären ihn dir. Kostenlos, anonym und ärztlich geprüft.

Simply Onno

Datenschutz

Impressum

AGB