Die Subcutis ist die unterste Schicht der Haut und liegt direkt unter der Lederhaut, der sogenannten Dermis. Sie wird auch als Unterhaut bezeichnet und besteht vor allem aus lockerem Bindegewebe und Fettzellen.
Aufbau und Funktion der Subcutis
Die Subcutis bildet das Polster zwischen der Haut und tiefer liegenden Strukturen wie Muskeln oder Knochen. In ihr befinden sich zahlreiche Fettzellen, die als Energiespeicher dienen und den Körper vor Kälte schützen. Außerdem wirkt die Subcutis wie eine Art Stoßdämpfer, der Druck und Stöße abfedert. Das lockere Bindegewebe sorgt dafür, dass die Haut beweglich bleibt und nicht direkt mit den darunterliegenden Organen oder Muskeln verwächst.
In der Subcutis verlaufen auch größere Blutgefäße und Nerven, die die Haut versorgen. Das erklärt, warum Verletzungen in dieser Schicht manchmal stärker bluten oder schmerzen können als oberflächliche Wunden.
Wo befindet sich die Subcutis genau?
Die Haut besteht aus drei Hauptschichten: Zuerst kommt die Epidermis, also die Oberhaut. Darunter liegt die Dermis, die sogenannte Lederhaut. Die Subcutis bildet die dritte Schicht und schließt sich direkt an die Lederhaut an. Sie ist je nach Körperstelle unterschiedlich dick – an den Oberschenkeln und am Bauch zum Beispiel ist sie meist deutlich ausgeprägter als an den Augenlidern oder am Handrücken.
Welche Aufgaben übernimmt die Subcutis?
Die Subcutis übernimmt mehrere wichtige Aufgaben. Sie schützt den Körper vor Wärmeverlust, weil das eingelagerte Fett wie eine Isolierschicht wirkt. Gleichzeitig speichert sie Energie, die der Körper bei Bedarf nutzen kann. Auch mechanische Belastungen werden durch die Subcutis abgefedert, etwa wenn man sitzt oder sich stößt. Nicht zuletzt spielt sie eine Rolle bei der Versorgung der Haut mit Nährstoffen, da hier viele Blutgefäße verlaufen.
Bedeutung im medizinischen Alltag
In Arztbriefen, Befunden oder bei bildgebenden Untersuchungen taucht der Begriff Subcutis oft auf, zum Beispiel wenn es um Verletzungen, Entzündungen oder bestimmte Injektionen geht. Viele Medikamente werden gezielt in die Subcutis gespritzt, weil sie dort langsam und gleichmäßig aufgenommen werden können. Das ist zum Beispiel bei Insulin-Spritzen für Menschen mit Diabetes der Fall.
Auch bei Operationen oder Verletzungen wird die Subcutis häufig erwähnt, etwa wenn ein Schnitt „bis in die Subcutis“ reicht. Das bedeutet, dass die Verletzung nicht nur oberflächlich ist, sondern auch die Unterhaut betrifft.
Gibt es Erkrankungen der Subcutis?
Die Subcutis selbst ist keine Krankheit, sondern ein Teil des normalen Aufbaus der Haut. Sie kann aber von verschiedenen Erkrankungen betroffen sein. Dazu zählen zum Beispiel Entzündungen wie das sogenannte Erysipel, bei dem sich Bakterien in der Unterhaut ausbreiten. Auch Blutergüsse (Hämatome) können sich in der Subcutis bilden, wenn kleinere Gefäße verletzt werden.
In seltenen Fällen entstehen in der Subcutis gutartige Fettgewebsknoten, sogenannte Lipome. Diese sind meist harmlos und müssen nur entfernt werden, wenn sie stören oder Schmerzen verursachen.
Was bedeutet es, wenn im Befund „Subcutis unauffällig“ steht?
Wenn in einem Arztbrief oder Radiologiebefund steht, dass die Subcutis „unauffällig“ ist, bedeutet das, dass in dieser Schicht keine krankhaften Veränderungen gefunden wurden. Die Unterhaut sieht also so aus, wie sie aussehen soll, und es gibt keinen Grund zur Sorge.
Zusammengefasst
Die Subcutis ist die unterste Hautschicht und erfüllt wichtige Aufgaben im Körper. Sie schützt, speichert Energie und sorgt dafür, dass die Haut elastisch bleibt. In medizinischen Berichten wird sie meist im Zusammenhang mit Verletzungen, Injektionen oder bestimmten Erkrankungen erwähnt. Veränderungen in der Subcutis sind meistens harmlos, solange keine weiteren Beschwerden oder auffälligen Befunde vorliegen.