Die Sinusportion ist ein Begriff aus der medizinischen Anatomie und beschreibt den oberen, gewölbten Abschnitt des Gebärmutterhalses, der in die Scheide hineinragt. Dieser Bereich wird auch als Portio vaginalis uteri bezeichnet und ist bei gynäkologischen Untersuchungen sichtbar.
Wo befindet sich die Sinusportion?
Die Sinusportion liegt am unteren Ende der Gebärmutter, genauer gesagt am Gebärmutterhals. Der Gebärmutterhals, medizinisch Cervix uteri genannt, verbindet die Gebärmutter mit der Scheide. Die Sinusportion ist der Teil der Cervix, der direkt in die Scheide hineinragt und dort als kleine, runde oder leicht ovale Struktur tastbar und sichtbar ist. Sie bildet sozusagen die „Spitze“ des Gebärmutterhalses und wird bei einer gynäkologischen Untersuchung mit dem Spekulum begutachtet.
Warum spielt die Sinusportion eine Rolle bei gynäkologischen Untersuchungen?
Die Sinusportion ist für Frauenärztinnen und Frauenärzte ein wichtiger Bereich, weil sich hier Veränderungen besonders gut erkennen lassen. Bei der Vorsorgeuntersuchung, etwa beim sogenannten Pap Abstrich, wird genau von dieser Stelle eine Zellprobe entnommen. Das liegt daran, dass sich an der Sinusportion Zellen befinden, die besonders empfindlich auf hormonelle Schwankungen oder Infektionen reagieren. Auch frühe Veränderungen, die auf eine Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs hindeuten könnten, zeigen sich meist zuerst in diesem Bereich.
Welche Auffälligkeiten können an der Sinusportion auftreten?
Im ärztlichen Befund können verschiedene Begriffe im Zusammenhang mit der Sinusportion auftauchen. Häufig ist von einer „unauffälligen Sinusportion“ die Rede, was bedeutet, dass keine krankhaften Veränderungen erkannt wurden. Manchmal finden sich Beschreibungen wie „Ektopie“, „Erosion“ oder „Polyp an der Sinusportion“. Das sind meist gutartige Veränderungen, die sich durch Hormone oder Entzündungen ergeben können. In seltenen Fällen können an der Sinusportion auch Krebsvorstufen oder bösartige Zellveränderungen auftreten, weshalb regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig sind.
Wie sieht die Sinusportion normalerweise aus?
Im Normalfall wirkt die Sinusportion glatt, rosa und leicht glänzend. Bei Frauen, die bereits Kinder geboren haben, kann sie etwas breiter oder verformt erscheinen. Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. Auch kleine Veränderungen in Form und Oberfläche sind häufig harmlos. Die genaue Beurteilung erfolgt immer durch eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt, der Erfahrung im Erkennen von auffälligen Befunden hat.
Was bedeutet es, wenn im Befund die Sinusportion erwähnt wird?
Die Erwähnung der Sinusportion im Arztbrief oder Befund ist meist rein beschreibend. Sie zeigt an, dass die Untersuchung an dieser Stelle stattgefunden hat oder dass die Ärztin beziehungsweise der Arzt hier eine Besonderheit festgestellt hat. In den allermeisten Fällen handelt es sich um eine normale Beschreibung ohne krankhaften Hintergrund.
Wann sollte man sich Sorgen machen?
Solange im Befund keine auffälligen oder krankhaften Veränderungen an der Sinusportion beschrieben werden, besteht kein Anlass zur Sorge. Sollte jedoch ein Hinweis auf Zellveränderungen, Entzündungen oder andere Auffälligkeiten auftauchen, wird die Frauenärztin oder der Frauenarzt das weitere Vorgehen erklären. In solchen Fällen kann es sein, dass zusätzliche Untersuchungen oder Kontrollen empfohlen werden.
Die Sinusportion ist also ein ganz normaler Bestandteil der weiblichen Anatomie und spielt vor allem bei der gynäkologischen Vorsorge eine wichtige Rolle. Veränderungen in diesem Bereich werden routinemäßig kontrolliert, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.