Resorption ist ein medizinischer Fachbegriff und beschreibt die Aufnahme von Stoffen in den Körper, zum Beispiel aus dem Darm ins Blut oder aus dem Gewebe in die Lymphbahnen.
Wie funktioniert Resorption im Körper?
Im menschlichen Körper findet Resorption an verschiedenen Stellen statt. Besonders bekannt ist die Aufnahme von Nährstoffen im Dünndarm. Dort werden nach der Verdauung die kleineren Bestandteile aus der Nahrung, wie Zucker, Aminosäuren, Fette, Vitamine und Mineralstoffe, durch die Darmwand in den Blutkreislauf aufgenommen. Doch nicht nur im Darm spielt Resorption eine Rolle. Auch in der Haut, den Atemwegen oder sogar in den Nieren laufen resorptive Prozesse ab. Beispielsweise können Medikamente, die auf die Haut aufgetragen werden, in geringen Mengen durch die Hautschichten in den Körper gelangen.
Resorption ist also die Brücke zwischen dem, was von außen in den Körper gelangt, und dem, was tatsächlich in den Stoffwechsel aufgenommen wird. Sie sorgt dafür, dass lebenswichtige Stoffe an ihren Bestimmungsort gelangen. Auch Wasser und Elektrolyte werden auf diese Weise aufgenommen und reguliert.
Wo begegnet einem der Begriff Resorption noch?
In Arztbriefen, Befunden oder medizinischen Texten taucht das Wort Resorption häufig im Zusammenhang mit dem Magen Darm Trakt auf. Zum Beispiel kann bei bestimmten Erkrankungen von einer „gestörten Resorption“ die Rede sein. Das bedeutet, dass der Körper bestimmte Nährstoffe nicht richtig aufnehmen kann. Auch in der Zahnmedizin ist von Resorption die Rede, wenn sich zum Beispiel Zahnwurzeln abbauen.
Ein weiteres Beispiel ist die sogenannte Resorptionsatelektase. Dabei handelt es sich um einen Zustand, bei dem bestimmte Lungenabschnitte in sich zusammenfallen, weil die Luft aus den Lungenbläschen resorbiert wird. Wer mehr dazu wissen möchte, findet hier weitere Informationen zur Resorptionsatelektase.
Resorption ist also kein Begriff für eine bestimmte Krankheit, sondern beschreibt einen natürlichen Vorgang, der an vielen Stellen im Körper abläuft.
Was bedeutet eine gestörte Resorption?
Eine gestörte Resorption kann unterschiedliche Ursachen haben. Im Magen Darm Bereich spricht man von einer sogenannten Malabsorption, wenn der Körper Nährstoffe aus der Nahrung nicht richtig aufnehmen kann. Das kann zum Beispiel bei chronischen Darmerkrankungen wie Zöliakie, Morbus Crohn oder nach bestimmten Operationen vorkommen. Die Folge ist oft ein Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen oder anderen wichtigen Nährstoffen.
Auch bei bestimmten Medikamenten oder Infektionen kann die Aufnahmefähigkeit des Darms vorübergehend eingeschränkt sein. Die Beschwerden reichen von Durchfall und Blähungen bis hin zu Gewichtsverlust oder Mangelerscheinungen. In solchen Fällen ist es wichtig, die Ursache zu klären und gezielt zu behandeln.
Resorption in der Zahnmedizin und anderen Bereichen
Der Begriff Resorption taucht auch in der Zahnmedizin auf. Hier beschreibt er den Abbau von Zahnsubstanz, zum Beispiel, wenn sich Zahnwurzeln zurückbilden. Das kann nach Verletzungen, Entzündungen oder durch Druck von außen passieren. In manchen Fällen entstehen sogenannte Resorptionszysten, die den Kieferknochen betreffen. Wer sich darüber informieren möchte, findet mehr zum Thema Resorptionszysten.
Auch in der Orthopädie oder bei Knochenbrüchen ist von Resorption die Rede, wenn Knochensubstanz abgebaut und später wieder neu gebildet wird. Das ist ein ganz normaler Teil der Heilung.
Ist Resorption immer gut?
In den allermeisten Fällen ist Resorption ein notwendiger und gesunder Prozess. Ohne sie könnten keine Nährstoffe aus der Nahrung ins Blut gelangen. Auch der Abbau von alten Zellen und deren Wiederverwertung im Körper läuft über resorptive Prozesse. Erst wenn die Resorption gestört ist oder an der falschen Stelle abläuft, kann es zu Problemen kommen.
Eine normale Resorption ist lebenswichtig und sorgt dafür, dass der Körper mit allem versorgt wird, was er braucht.
Was tun bei Problemen mit der Resorption?
Wer den Verdacht hat, dass Nährstoffe nicht richtig aufgenommen werden, zum Beispiel bei anhaltendem Durchfall, ungeklärtem Gewichtsverlust oder Mangelerscheinungen, sollte dies ärztlich abklären lassen. Die Untersuchung richtet sich nach den Beschwerden und kann verschiedene Tests und Laboruntersuchungen umfassen. In vielen Fällen lässt sich die Ursache gut behandeln oder mit einer angepassten Ernährung ausgleichen.
Bei unklaren Beschwerden oder auffälligen Laborwerten ist es sinnvoll, das Thema Resorption beim nächsten Arztbesuch anzusprechen.
Zusammengefasst
Resorption ist ein alltäglicher, aber zentraler Vorgang im Körper. Sie sorgt dafür, dass lebenswichtige Stoffe aus der Nahrung, aus Medikamenten oder aus dem Gewebe aufgenommen und weiterverarbeitet werden. Störungen der Resorption können zu Mangelerscheinungen führen, sind aber meist gut behandelbar, wenn die Ursache erkannt wird. In vielen medizinischen Bereichen taucht der Begriff auf – immer dann, wenn es um Aufnahme, Abbau oder Weiterleitung von Stoffen geht.