Die Peroneus Brevis Sehne ist eine Sehne am äußeren Unterschenkel, die den gleichnamigen Muskel mit dem Fuß verbindet und dabei hilft, den Fuß nach außen zu bewegen sowie zu stabilisieren.
Wo liegt die Peroneus Brevis Sehne?
Die Peroneus Brevis Sehne entspringt am Peroneus Brevis Muskel, der an der Außenseite des Unterschenkels verläuft. Von dort zieht sie am Außenknöchel vorbei bis zum Fuß. Ihr Ansatzpunkt liegt am fünften Mittelfußknochen, also am äußeren Rand des Fußes, ungefähr dort, wo der kleine Zeh beginnt. Gemeinsam mit der Peroneus Longus Sehne bildet sie das sogenannte Peroneussehnenpaar, das für viele Bewegungen des Fußes und Sprunggelenks wichtig ist.
Welche Funktion übernimmt die Peroneus Brevis Sehne?
Die Hauptaufgabe der Peroneus Brevis Sehne besteht darin, den Fuß seitlich abzuspreizen und zu stabilisieren. Das bedeutet, sie hilft dabei, das Sprunggelenk vor dem Umknicken zu schützen, besonders wenn der Fuß nach außen wegkippt. Außerdem unterstützt sie das Abrollen beim Gehen und Laufen. Ohne die Funktion dieser Sehne wäre es kaum möglich, sicher auf unebenem Boden zu gehen oder sportliche Bewegungen auszuführen.
Was passiert, wenn die Peroneus Brevis Sehne verletzt ist?
Verletzungen der Peroneus Brevis Sehne treten häufig bei Sportunfällen oder beim Umknicken des Fußes auf. Typische Probleme sind Zerrungen, Überlastungen oder im schlimmsten Fall ein Riss. Beschwerden machen sich meist durch Schmerzen an der Außenseite des Knöchels bemerkbar, manchmal begleitet von Schwellungen oder einem Unsicherheitsgefühl im Sprunggelenk. In seltenen Fällen kann die Sehne auch aus ihrer Führung rutschen oder durch einen Unfall abreißen.
Wie wird eine Verletzung festgestellt?
Bei Verdacht auf eine Verletzung der Peroneus Brevis Sehne erfolgt zunächst eine gründliche körperliche Untersuchung. Ärztinnen und Ärzte achten auf Druckschmerz, Schwellungen und testen die Beweglichkeit des Fußes. Um die genaue Ursache abzuklären, kommt oft eine Ultraschalluntersuchung oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) zum Einsatz. Damit lassen sich auch kleinere Risse oder Entzündungen der Sehne sichtbar machen.
Behandlungsmöglichkeiten bei Problemen mit der Peroneus Brevis Sehne
Die Therapie richtet sich nach der Art und dem Ausmaß der Verletzung. Bei leichten Zerrungen oder Überlastungen reicht häufig eine Schonung, Kühlung und das Hochlagern des Beins. In manchen Fällen wird das Sprunggelenk vorübergehend mit einer Bandage oder Schiene stabilisiert. Entzündungen können mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt werden. Bei einem vollständigen Riss der Sehne oder wenn sie aus ihrer Führung springt, ist gelegentlich ein operativer Eingriff notwendig, um die normale Funktion wiederherzustellen. Nach der Behandlung folgt meist eine Physiotherapie, um die Muskulatur zu stärken und die Beweglichkeit zurückzugewinnen.
Was kannst du selbst tun, um die Peroneus Brevis Sehne zu schützen?
Regelmäßige Kräftigungsübungen für die Fuß- und Unterschenkelmuskulatur helfen, das Sprunggelenk stabil zu halten. Besonders sinnvoll sind Gleichgewichts- und Koordinationsübungen, etwa das Balancieren auf einem Bein. Auch das Tragen von geeignetem Schuhwerk, das dem Fuß Halt gibt, kann das Risiko für Verletzungen verringern. Wer bereits einmal umgeknickt ist, sollte das Sprunggelenk nicht überlasten und bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen.
Weitere Informationen zu den Peroneussehnen
Die Peroneus Brevis Sehne gehört zu den sogenannten Peroneussehnen, die gemeinsam eine wichtige Rolle für die Stabilität des Sprunggelenks spielen. Mehr über Beschwerden und Verletzungen an den Peroneussehnen findest du im Artikel zu Peroneussehne.
Zusammenfassung
Die Peroneus Brevis Sehne verbindet den äußeren Unterschenkelmuskel mit dem Fuß und sorgt dafür, dass der Fuß seitlich bewegt und stabilisiert werden kann. Sie ist besonders anfällig für Verletzungen bei Sportunfällen oder Umknicktraumata. Beschwerden sollten ernst genommen und gegebenenfalls ärztlich abgeklärt werden, um bleibende Schäden zu vermeiden. Mit gezieltem Training und dem richtigen Schuhwerk lässt sich das Risiko für Probleme an der Sehne deutlich senken.