Parietookzipital beschreibt in der Medizin einen Bereich, der sowohl das Scheitelbein (Parietalregion) als auch das Hinterhaupt (Okzipitalregion) des Gehirns oder des Schädels umfasst. Der Begriff setzt sich aus den lateinischen Wörtern „parietal“ für Scheitel und „okzipital“ für Hinterkopf zusammen.
Wo liegt die parietookzipitale Region?
Die parietookzipitale Region befindet sich im oberen hinteren Abschnitt des Kopfes. Sie erstreckt sich vom Scheitelbein, das seitlich und oben am Schädel liegt, bis zum Hinterhauptsbein am unteren Hinterkopf. In der Fachsprache wird diese Zone manchmal auch als Übergangsbereich zwischen Parietallappen und Okzipitallappen im Gehirn bezeichnet. Der Parietallappen ist für die Verarbeitung von Sinneseindrücken wie Berührung, Temperatur oder Schmerz zuständig. Der Okzipitallappen liegt weiter hinten und ist vor allem für das Sehen verantwortlich.
Wann taucht der Begriff parietookzipital auf?
In medizinischen Befunden, Berichten oder bei bildgebenden Untersuchungen wie MRT oder CT liest man oft von einer „parietookzipitalen Läsion“ oder „parietookzipitalen Atrophie“. Damit ist gemeint, dass eine Veränderung, ein Befund oder eine Auffälligkeit im Übergangsbereich zwischen Scheitel und Hinterhaupt festgestellt wurde. Das kann verschiedene Ursachen haben, etwa Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Tumoren oder altersbedingte Veränderungen.
Manchmal wird der Ausdruck auch verwendet, um die genaue Lage von Blutungen, Infarkten oder anderen Auffälligkeiten im Gehirn zu beschreiben. So kann zum Beispiel bei einem Schlaganfall der Satz stehen: „Ischämisches Areal parietookzipital rechts“, was bedeutet, dass der betroffene Bereich im rechten hinteren oberen Gehirn liegt.
Bedeutung in der Anatomie und Neurologie
Die parietookzipitale Region ist aus mehreren Gründen medizinisch bedeutsam. Hier treffen wichtige Hirnareale aufeinander, die unter anderem für die Verarbeitung von Sinnesreizen, die Orientierung im Raum und das Sehen zuständig sind. Schäden oder Veränderungen in diesem Bereich können daher zu verschiedenen Symptomen führen, je nachdem, welche Strukturen betroffen sind. Dazu zählen etwa Störungen des Sehens, Probleme bei der räumlichen Orientierung oder Schwierigkeiten, Sinneseindrücke richtig zuzuordnen.
Parietookzipital im Zusammenhang mit Erkrankungen
Der Begriff selbst ist rein anatomisch und beschreibt nur die Lage. Wird jedoch in einem Arztbrief von einer „parietookzipitalen Veränderung“ gesprochen, hängt die Bedeutung davon ab, welche Diagnose gestellt wurde. Bei einem Schlaganfall in diesem Bereich können zum Beispiel Sehstörungen oder Probleme bei der Wahrnehmung auftreten. Auch bei bestimmten Demenzformen wie der Lewy-Body-Demenz oder der Alzheimer-Krankheit können Veränderungen in der parietookzipitalen Region beobachtet werden.
Ob eine Veränderung in diesem Bereich schlimm ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend ist die zugrundeliegende Ursache und wie ausgeprägt die Veränderungen sind. Die genaue Einordnung und die notwendigen Behandlungsschritte hängen daher immer von der jeweiligen Diagnose ab.
Was bedeutet das für den eigenen Befund?
Steht in einem Befund oder Arztbrief das Wort „parietookzipital“, handelt es sich meist um eine genaue Ortsangabe. Es wird damit beschrieben, wo im Gehirn oder am Schädel eine Auffälligkeit festgestellt wurde. Für die weitere Einschätzung ist es wichtig, den gesamten Kontext des Befundes zu betrachten. Erst in Verbindung mit einer Diagnose oder den beschriebenen Symptomen lässt sich sagen, ob und welche Bedeutung das für die Gesundheit hat.
Wer unsicher ist, kann gezielt nachfragen, was genau in der parietookzipitalen Region gefunden wurde und welche Konsequenzen sich daraus ergeben können. In vielen Fällen handelt es sich lediglich um eine Lagebeschreibung ohne unmittelbare Folgen.
Weitere Informationen
Mehr zum Thema Hinterkopf und der sogenannten Okzipitalregion gibt es im Artikel Occipital – Bedeutung Hinterkopf. Dort finden sich weitere Erklärungen zur Anatomie und Funktion dieses Bereichs.
Der Begriff parietookzipital beschreibt also einen bestimmten Abschnitt am Übergang von Scheitel zu Hinterkopf und taucht vor allem in medizinischen Berichten als genaue Lagebeschreibung auf. Die eigentliche Bedeutung für die Gesundheit hängt immer von der jeweiligen Diagnose ab.