Onkologisch bedeutet, dass etwas mit der Entstehung, Diagnose oder Behandlung von Krebserkrankungen zu tun hat.
Was steckt hinter dem Begriff?
Der Ausdruck stammt vom medizinischen Fachgebiet der Onkologie. Dieses beschäftigt sich mit allem, was mit Tumoren und insbesondere mit Krebs zu tun hat. In Arztbriefen oder Befunden taucht das Wort onkologisch zum Beispiel auf, wenn eine Untersuchung, ein Symptom oder eine Therapie im Zusammenhang mit Krebs steht. Manchmal ist auch von einer onkologischen Behandlung oder einer onkologischen Nachsorge die Rede. Gemeint ist dann meist, dass bestimmte Maßnahmen speziell auf die Erkennung, Überwachung oder Behandlung von Krebserkrankungen ausgerichtet sind.
Wo taucht das Wort auf?
Onkologisch wird in sehr vielen medizinischen Zusammenhängen verwendet. Ein Laborwert kann zum Beispiel „onkologisch relevant“ sein, wenn er Hinweise auf eine Krebserkrankung liefert. In Befunden liest sich das dann etwa so: „Es besteht der Verdacht auf eine onkologische Grunderkrankung“ oder „weitere onkologische Abklärung empfohlen“. Auch bei der Beschreibung von Tumoren wird das Wort häufig genutzt, etwa in der Formulierung „onkologische Erkrankung“ oder „onkologischer Patient“. Sogar spezialisierte Kliniken tragen den Begriff im Namen, etwa als onkologische Schwerpunktpraxis oder onkologische Ambulanz.
Was bedeutet das für den Einzelnen?
Steht in einem Befund oder Bericht das Wort onkologisch, bedeutet das zunächst nur, dass ein Zusammenhang mit einer Krebserkrankung besteht oder vermutet wird. Es heißt nicht automatisch, dass tatsächlich Krebs vorliegt. Häufig werden Untersuchungen oder Kontrollen als „onkologisch“ bezeichnet, weil sie dazu dienen, einen Tumor auszuschließen oder zu überwachen. Das kann zum Beispiel nach einer bereits behandelten Krebserkrankung der Fall sein, wenn regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen empfohlen werden.
Manchmal wird auch eine „onkologische Fragestellung“ gestellt, wenn unklare Beschwerden oder auffällige Befunde vorliegen, die auf einen Tumor hindeuten könnten. Dann folgen meist weitere Untersuchungen, um einen möglichen Krebs entweder zu bestätigen oder auszuschließen. Der Begriff selbst sagt jedoch nichts über die Schwere oder das Ausmaß einer Erkrankung aus.
Typische Begriffe rund um die Onkologie
Im Zusammenhang mit onkologisch tauchen oft weitere medizinische Ausdrücke auf. Ein „Malignom“ bezeichnet zum Beispiel eine bösartige Tumorerkrankung. Mehr dazu findet sich im Artikel zu Malignom. Von „malignomsuspekten Läsionen“ ist die Rede, wenn bei einer Gewebeveränderung der Verdacht auf Krebs besteht. Was das im Detail bedeutet, wird im Artikel zu malignomsuspekte Läsionen erklärt. Auch der Begriff „metastasensuspekte Läsion“ begegnet einem häufig, wenn es um die Ausbreitung von Tumorzellen geht. Genauere Informationen dazu gibt es im Artikel zu metastasensuspekte Läsion.
Was passiert bei einer onkologischen Untersuchung?
Eine onkologische Untersuchung kann sehr unterschiedlich aussehen, je nachdem, welche Fragestellung im Raum steht. Häufig beginnt alles mit einer gründlichen Anamnese, also einem Gespräch über Beschwerden, Vorerkrankungen und Risikofaktoren. Es folgen körperliche Untersuchungen und oft auch bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT oder MRT. Bei Verdacht auf einen Tumor werden manchmal Gewebeproben entnommen, um unter dem Mikroskop nach Krebszellen zu suchen.
Ziel dieser Untersuchungen ist es immer, entweder eine Krebserkrankung zu bestätigen oder auszuschließen. Findet sich tatsächlich ein Tumor, wird in der Regel eine genaue Einteilung vorgenommen: Wie groß ist der Tumor, hat er sich ausgebreitet, gibt es Hinweise auf Tochtergeschwulste? Diese Informationen sind wichtig, um das weitere Vorgehen zu planen.
Onkologische Behandlung und Nachsorge
Wird eine Krebserkrankung festgestellt, folgt meist eine individuell angepasste Therapie. Das kann zum Beispiel eine Operation, eine Strahlenbehandlung oder eine Chemotherapie sein. Oft werden verschiedene Verfahren miteinander kombiniert, um die Heilungschancen zu verbessern. Die genaue Behandlung richtet sich nach der Art des Tumors, dessen Ausbreitung und dem allgemeinen Gesundheitszustand.
Nach Abschluss der Therapie beginnt die sogenannte onkologische Nachsorge. Dabei werden in regelmäßigen Abständen Kontrolluntersuchungen durchgeführt, um einen Rückfall frühzeitig zu erkennen. Auch die Begleitung bei körperlichen oder seelischen Folgen der Erkrankung gehört dazu. Viele Kliniken und Praxen bieten dafür spezielle onkologische Sprechstunden an.
Was tun bei Unsicherheit?
Das Wort onkologisch kann im ersten Moment beunruhigend wirken, vor allem wenn es unerwartet im Befund auftaucht. Wichtig ist zu wissen: Der Begriff selbst ist zunächst neutral und beschreibt nur den Bezug zu Krebs. Nicht immer steckt tatsächlich eine bösartige Erkrankung dahinter. Viele Untersuchungen werden „onkologisch“ genannt, weil sie der Sicherheit dienen oder vorsorglich durchgeführt werden.
Bei Unsicherheiten hilft es, gezielt nachzufragen, was genau gemeint ist und wie der weitere Ablauf aussieht. Ärztinnen und Ärzte erklären meist gern, warum bestimmte Untersuchungen empfohlen werden und was die nächsten Schritte sind. Das kann helfen, Ängste abzubauen und Klarheit zu gewinnen.
Weiterführende Informationen
Wer sich genauer über bestimmte Begriffe informieren möchte, findet weitere laienverständliche Erklärungen zu verwandten Themen unter folgenden Links: Malignom, Metastasensuspekte Läsion, Malignomsuspekte Läsionen. Dort werden die jeweiligen Begriffe ausführlich und verständlich erläutert.