Nausea beschreibt das Gefühl von Übelkeit, also ein unangenehmes Empfinden im Magen, das oft mit dem Drang zum Erbrechen einhergeht. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und wird in medizinischen Befunden, Arztbriefen oder auf Medikamentenpackungen verwendet, wenn von Übelkeit oder Brechreiz die Rede ist.
Was steckt hinter dem Begriff?
Nausea ist das medizinische Wort für das, was viele als flaues Gefühl im Magen oder als „Unwohlsein“ beschreiben. Es fühlt sich oft an, als würde sich der Magen zusammenziehen oder als müsste man sich gleich übergeben. Manchmal kommt zu diesem Gefühl auch ein leichtes Schwitzen, Schwindel oder Appetitlosigkeit dazu. Nausea kann ganz plötzlich auftreten oder sich langsam aufbauen und hält unterschiedlich lange an.
Wodurch entsteht Nausea?
Die Ursachen für Nausea sind sehr vielfältig. Häufig steckt eine harmlose Magenverstimmung dahinter, zum Beispiel nach schwerem Essen, bei Stress oder wenn der Magen-Darm-Trakt auf bestimmte Lebensmittel empfindlich reagiert. Auch Infekte wie eine Magen-Darm-Grippe oder eine Lebensmittelvergiftung können Auslöser sein. Schwangere kennen das Gefühl oft aus den ersten Monaten, wenn der Körper sich hormonell umstellt.
Aber auch ganz andere Bereiche des Körpers können Nausea verursachen. Kopfschmerzen, Migräne oder bestimmte Medikamente, etwa Schmerzmittel, Antibiotika oder Chemotherapien, lösen bei manchen Menschen Übelkeit aus. Selbst starke Gerüche, Bewegungen beim Autofahren oder im Flugzeug, und seelische Belastungen wie Angst oder Aufregung können das unangenehme Gefühl hervorrufen.
Ist Nausea gefährlich?
In den meisten Fällen ist Nausea zwar unangenehm, aber nicht gefährlich. Oft verschwindet das Gefühl von selbst wieder, sobald der Auslöser vorbei ist. Ein einzelner Anfall von Übelkeit, etwa nach einer üppigen Mahlzeit oder durch Aufregung, ist meist kein Grund zur Sorge.
Anders sieht es aus, wenn Nausea immer wieder auftritt, sehr stark ist oder mit weiteren Beschwerden wie heftigem Erbrechen, Fieber, starken Bauchschmerzen, Schwindel oder Bewusstseinsstörungen einhergeht. Dann sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, denn hinter solchen Symptomen können auch ernstere Erkrankungen stecken, etwa eine Blinddarmentzündung, eine Vergiftung oder Probleme mit dem Herz oder Gehirn.
Wie wird Nausea festgestellt?
Die Diagnose von Nausea erfolgt in erster Linie durch das Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Es wird nach dem genauen Verlauf gefragt: Wann tritt das Gefühl auf, wie lange hält es an, gibt es bestimmte Auslöser oder Begleiterscheinungen? Je nach Verdacht können weitere Untersuchungen folgen, etwa eine Blutuntersuchung, Ultraschall oder bildgebende Verfahren.
Bei bekannten Auslösern wie Reisekrankheit, Schwangerschaft oder einer Medikamenteneinnahme ist der Zusammenhang meist schnell geklärt. Wenn keine offensichtliche Ursache vorliegt, hilft die genaue Beschreibung der Beschwerden dabei, die richtige Richtung für weitere Untersuchungen zu finden.
Was hilft gegen Nausea?
Leichte Übelkeit lässt sich oft schon mit einfachen Mitteln lindern. Frische Luft, kleine Schlucke Wasser oder Tee, und das Vermeiden von starken Gerüchen oder fettigem Essen können den Magen beruhigen. In manchen Fällen helfen auch Ingwertee oder Zwieback. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören und sich Ruhe zu gönnen.
Wenn die Nausea durch eine Erkrankung oder Medikamente ausgelöst wird, kann die Ärztin oder der Arzt spezielle Mittel gegen Übelkeit verschreiben, sogenannte Antiemetika. Diese Medikamente blockieren die Reize im Gehirn, die das Gefühl von Übelkeit auslösen. Bei Magen-Darm-Infekten steht vor allem der Flüssigkeitsausgleich im Vordergrund, um den Körper nicht zu schwächen.
Was kann man selbst tun?
Bei leichter Nausea hilft es, auf eine ruhige und entspannte Umgebung zu achten. Kleine, leichte Mahlzeiten sind oft besser verträglich als große Portionen. Viel trinken ist wichtig, besonders wenn es zu Erbrechen kommt. Stark gewürzte, fettige oder süße Speisen sollten besser gemieden werden. Auch ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft oder das Öffnen eines Fensters kann Linderung bringen.
Wer häufiger unter Nausea leidet, sollte beobachten, ob bestimmte Auslöser immer wieder eine Rolle spielen. Ein Ernährungstagebuch oder das Notieren von Situationen kann helfen, Muster zu erkennen. Bei Unsicherheit oder anhaltenden Beschwerden ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen.
Wann sollte man ärztliche Hilfe suchen?
Nausea ist in den allermeisten Fällen harmlos und vergeht von selbst. Aber es gibt Situationen, in denen eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist. Das gilt zum Beispiel, wenn das Gefühl sehr stark ist, länger als ein bis zwei Tage anhält, immer wiederkehrt oder mit anderen Beschwerden wie hohem Fieber, starken Schmerzen, wiederholtem Erbrechen, Blut im Erbrochenen oder Bewusstseinsstörungen zusammen auftritt. Auch bei Kindern, älteren Menschen oder Schwangeren sollte bei Unsicherheit lieber einmal zu viel als zu wenig eine Fachperson aufgesucht werden.
Nausea ist also ein Symptom, das viele Ursachen haben kann und in den meisten Fällen zwar unangenehm, aber nicht bedrohlich ist. Wer die eigenen Auslöser kennt und einige einfache Tipps beherzigt, kann sich meist selbst helfen – und weiß, wann es Zeit ist, professionelle Unterstützung zu suchen.