Kontrastmittel: Wann, wie und warum?

Kontrastmittel: Wann, wie und warum?

05.01.2026

PD Dr. med. Witold Polanski

Kontrastmittel sind spezielle Substanzen, die bei medizinischen Untersuchungen wie Röntgen, Computertomografie oder MRT eingesetzt werden, um bestimmte Körperbereiche auf den Bildern besser sichtbar zu machen.

Warum werden Kontrastmittel verwendet?

Viele Strukturen im Inneren des Körpers ähneln sich auf den ersten Blick. Organe, Blutgefäße oder krankhafte Veränderungen wie Tumoren lassen sich ohne zusätzliche Hilfe oft nur schwer voneinander abgrenzen. Genau hier kommen Kontrastmittel ins Spiel. Sie sorgen dafür, dass sich bestimmte Gewebearten oder Veränderungen deutlicher vom umliegenden Gewebe abheben. Das erleichtert Ärztinnen und Ärzten die Diagnose und hilft dabei, krankhafte Prozesse frühzeitig zu erkennen oder auszuschließen.

Je nach Untersuchungsmethode und Fragestellung gibt es unterschiedliche Arten von Kontrastmitteln. Bei Röntgen und CT werden meist jodhaltige Lösungen verwendet, während bei einer MRT-Untersuchung häufig sogenannte gadoliniumhaltige Mittel zum Einsatz kommen. In der Ultraschalldiagnostik gibt es ebenfalls spezielle Kontrastmittel, die auf kleinen Gasbläschen basieren.

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Wie läuft eine Untersuchung mit Kontrastmittel ab?

Vor der Untersuchung klärt das medizinische Personal, ob Allergien oder bestimmte Vorerkrankungen vorliegen. Das Kontrastmittel wird in den meisten Fällen über eine Vene gespritzt. Bei manchen Untersuchungen, zum Beispiel von Magen oder Darm, kann es aber auch getrunken oder in den Körper eingeführt werden.

Nach der Gabe verteilt sich das Kontrastmittel im Blutkreislauf oder im entsprechenden Organ. Auf den Aufnahmen erscheinen die behandelten Bereiche dann heller oder dunkler, je nachdem, wie das Mittel vom Körper aufgenommen wird. So lassen sich etwa Entzündungen, Tumoren, Gefäßverengungen oder Blutungen besser erkennen.

Wer noch mehr wissen möchte, findet unter Kontrastierung Medizin eine ausführliche Erklärung zum Thema.

Was passiert im Körper nach der Untersuchung?

Viele Menschen fragen sich, wie lange Kontrastmittel im Körper bleibt und wie es wieder ausgeschieden wird. Die meisten Kontrastmittel verlassen den Körper auf natürlichem Weg, meist über die Nieren mit dem Urin. In der Regel dauert es nur wenige Stunden bis maximal ein bis zwei Tage, bis der größte Teil ausgeschieden ist. Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann es etwas länger dauern. Wer dazu mehr wissen möchte, findet unter “Kontrastmittel Wie Lange Im Körper” weitere Informationen.

Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?

Kontrastmittel gelten im Allgemeinen als gut verträglich. Dennoch kann es in seltenen Fällen zu Nebenwirkungen kommen. Am häufigsten sind vorübergehende Beschwerden wie ein Wärmegefühl, leichter Juckreiz oder ein metallischer Geschmack im Mund. Selten treten allergische Reaktionen auf, die sich zum Beispiel durch Hautausschlag, Übelkeit oder Atemnot äußern. In diesen Fällen kann das medizinische Personal schnell eingreifen.

Menschen mit bekannten Allergien, Asthma oder eingeschränkter Nierenfunktion sollten das vor der Untersuchung unbedingt angeben. So kann das Risiko für Komplikationen weiter reduziert werden. Moderne Kontrastmittel sind so entwickelt, dass sie möglichst wenige Nebenwirkungen verursachen.

Was bedeutet „Kontrastmittelanreicherung“ oder „KM Enhancement“?

In Befunden tauchen oft Begriffe wie „Kontrastmittelanreicherung“ oder „KM Enhancement“ auf. Damit ist gemeint, dass sich das Kontrastmittel in einem bestimmten Gewebe oder Bereich besonders stark ansammelt. Das kann auf Entzündungen, Tumoren oder andere Veränderungen hinweisen. Mehr zu diesen Ausdrücken und ihrer Bedeutung gibt es unter Kontrastmittelanreicherung Bedeutung und KM Enhancement Bedeutung.

Was sollte vor und nach der Gabe beachtet werden?

Vor der Untersuchung ist es wichtig, auf Hinweise des medizinischen Personals zu achten. Oft wird empfohlen, einige Stunden vorher nichts zu essen oder zu trinken. Nach der Untersuchung hilft es, ausreichend zu trinken, damit das Kontrastmittel schneller über die Nieren ausgeschieden werden kann. Wer an Nierenerkrankungen leidet oder bestimmte Medikamente einnimmt, sollte das vorher mitteilen.

Häufige Fragen rund um Kontrastmittel

Viele Menschen machen sich Gedanken, ob sie ein Kontrastmittel vertragen oder ob es langfristige Folgen haben kann. Die Erfahrung zeigt, dass die allermeisten Untersuchungen problemlos verlaufen. Allergische Reaktionen sind selten und können in der Regel schnell behandelt werden. Wer schon einmal auf ein Kontrastmittel reagiert hat, bekommt meist ein anderes Präparat oder eine spezielle Vorbereitung.

Wer sich unsicher ist oder weitere Fragen hat, kann sich jederzeit an das betreuende medizinische Team wenden. Es hilft, alle Bedenken offen anzusprechen und gemeinsam zu klären, welches Vorgehen im individuellen Fall am sichersten ist.

BITTE BEACHTEN

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und kann nicht das persönliche Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt ersetzen. Für eine individuelle Diagnose, Therapieempfehlung und Behandlung konsultieren Sie bitte immer medizinisches Fachpersonal.

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