Hfref ist die medizinische Abkürzung für „Heart Failure with reduced Ejection Fraction“, was auf Deutsch „Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurfleistung“ bedeutet. Gemeint ist damit eine Form der Herzschwäche, bei der das Herz nicht mehr genug Kraft hat, um ausreichend Blut in den Körper zu pumpen.
Was steckt hinter der Abkürzung Hfref?
Der Begriff stammt aus dem Englischen: „Heart Failure“ steht für Herzinsuffizienz, also eine Herzschwäche. „Reduced Ejection Fraction“ beschreibt, dass die sogenannte Auswurffraktion des Herzens verringert ist. Die Auswurffraktion ist ein Wert, der angibt, wie viel Blut das Herz bei jedem Schlag aus der linken Herzkammer in den Körper befördert. Bei gesunden Menschen liegt dieser Wert meist über 50 Prozent. Bei Hfref ist er deutlich niedriger, oft unter 40 Prozent.
Hfref wird manchmal auch als „systolische Herzinsuffizienz“ bezeichnet. Das bedeutet, dass das Herz vor allem in seiner Pumpfunktion geschwächt ist. In Arztbriefen, Befunden oder auf Überweisungen taucht Hfref häufig auf, wenn nach einer Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie) eine eingeschränkte Auswurfleistung festgestellt wurde.
Wie macht sich eine Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurfleistung bemerkbar?
Typische Anzeichen sind Müdigkeit, Atemnot und eine verminderte Belastbarkeit. Schon bei kleinen Anstrengungen kann es passieren, dass die Luft knapp wird oder die Beine anschwellen. Viele merken, dass sie nachts häufiger aufstehen müssen, um Wasser zu lassen, oder dass sie schlechter flach liegen können, weil das Atmen schwerfällt. Manchmal kommt es auch zu Husten, Herzklopfen oder einem allgemeinen Schwächegefühl.
Diese Beschwerden entstehen, weil das Herz nicht mehr genug Blut in den Kreislauf pumpt. Organe und Muskeln erhalten dadurch weniger Sauerstoff und Nährstoffe. Flüssigkeit kann sich im Gewebe stauen, besonders in den Beinen oder in der Lunge. Das erklärt die typischen Symptome wie geschwollene Unterschenkel oder Kurzatmigkeit.
Ursachen und Risikofaktoren
Hfref entsteht häufig als Folge einer koronaren Herzkrankheit oder nach einem Herzinfarkt. Auch langjähriger Bluthochdruck, Herzmuskelentzündungen oder bestimmte Herzklappenerkrankungen können dazu führen, dass die Pumpkraft des Herzens nachlässt. In manchen Fällen spielen auch genetische Faktoren eine Rolle.
Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes, Übergewicht, Bewegungsmangel und hohe Cholesterinwerte erhöhen die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens eine Herzschwäche zu entwickeln. Wer bereits einen Herzinfarkt hatte oder an einer Durchblutungsstörung des Herzens leidet, trägt ein besonders hohes Risiko.
Wie wird Hfref festgestellt?
Die wichtigste Untersuchung ist der Herzultraschall (Echokardiografie). Dabei kann die Ärztin oder der Arzt genau messen, wie viel Blut das Herz bei jedem Schlag auswirft. Liegt die Auswurffraktion (auch Ejektionsfraktion genannt) unter 40 Prozent, spricht man von Hfref.
Zusätzlich werden oft ein EKG, Blutuntersuchungen und manchmal eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs durchgeführt. Damit lässt sich klären, wie stark die Herzschwäche ausgeprägt ist und ob andere Ursachen, wie zum Beispiel eine Herzmuskelentzündung, dahinterstecken.
Was bedeutet die Diagnose Hfref für den Alltag?
Die Diagnose kann im ersten Moment beunruhigend wirken. Viele fragen sich, wie es weitergeht und ob das Herz dauerhaft geschädigt ist. Es ist wichtig zu wissen: Eine Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurfleistung ist eine ernste, aber behandelbare Erkrankung. Die Prognose hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, weil es wirksame Medikamente und gezielte Therapien gibt.
Viele Menschen können mit der richtigen Behandlung ein weitgehend normales Leben führen. Entscheidend ist, die Erkrankung ernst zu nehmen, regelmäßig die verordneten Medikamente einzunehmen und Kontrolltermine wahrzunehmen.
Behandlungsmöglichkeiten bei Hfref
Die Therapie besteht meist aus einer Kombination verschiedener Medikamente. Besonders wichtig sind ACE Hemmer, Betablocker, Mineralokortikoid Antagonisten und SGLT2 Hemmer. Sie entlasten das Herz, schützen vor weiteren Schäden und können das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. In einigen Fällen kommen auch sogenannte Entwässerungstabletten zum Einsatz, um Wassereinlagerungen zu verringern.
Manchmal ist zusätzlich ein Herzschrittmacher oder eine spezielle Form der Schrittmachertherapie (CRT) sinnvoll, wenn das Herz sehr unregelmäßig schlägt oder die Pumpfunktion weiter abnimmt. In schweren Fällen kann eine Herztransplantation nötig werden, das ist jedoch selten.
Was du selbst tun kannst
Neben der medikamentösen Behandlung spielt der eigene Lebensstil eine große Rolle. Es hilft, regelmäßig Bewegung in den Alltag einzubauen, zum Beispiel durch Spazierengehen oder leichtes Radfahren. Wichtig ist, sich nicht zu überfordern und auf die eigenen Grenzen zu achten. Eine salzarme Ernährung kann dazu beitragen, Wassereinlagerungen zu verringern.
Das Körpergewicht im Blick zu behalten ist ebenfalls wichtig, ebenso wie das tägliche Wiegen. Ein plötzlicher Anstieg des Gewichts kann ein Hinweis auf vermehrte Wassereinlagerungen sein. Auch auf Alkohol und Nikotin sollte möglichst verzichtet werden, da sie das Herz zusätzlich belasten.
Wer Medikamente einnimmt, sollte diese regelmäßig nehmen und nicht eigenständig absetzen. Bei neuen Beschwerden, plötzlicher Gewichtszunahme, verstärkter Atemnot oder Schwellungen ist es ratsam, frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen.
Gibt es verschiedene Bedeutungen für Hfref?
Im medizinischen Alltag steht Hfref fast immer für die Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurffraktion. Andere Bedeutungen sind im deutschsprachigen Raum nicht gebräuchlich. Trotzdem gilt: Abkürzungen sollten immer im Zusammenhang mit dem restlichen Befund oder Bericht betrachtet werden. Bei Unsicherheiten hilft es, direkt beim behandelnden Arzt oder der Ärztin nachzufragen.
Hfref beschreibt also eine Form der Herzschwäche, bei der das Herz nicht mehr genug Blut in den Körper pumpt. Mit der richtigen Behandlung und einem bewussten Lebensstil kann die Lebensqualität oft deutlich verbessert werden.